The National Times - Vier Jahre Haft in Missbrauchsprozess um nordrhein-westfälischem Schützenverein

Vier Jahre Haft in Missbrauchsprozess um nordrhein-westfälischem Schützenverein


Vier Jahre Haft in Missbrauchsprozess um nordrhein-westfälischem Schützenverein
Vier Jahre Haft in Missbrauchsprozess um nordrhein-westfälischem Schützenverein / Foto: © AFP/Archiv

Im Prozess um Kindesmissbrauch in einem Schützenverein vor dem Landgericht Bielefeld ist ein früherer Übungsleiter zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Wie ein Gerichtssprecher am Montag sagte, wurde der Angeklagte wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs in drei Fällen sowie sexuellen Kindesmissbrauchs in sechs Fällen verurteilt. In einem weiteren Fall erging das Urteil wegen sexuellen Übergriffs.

Textgröße ändern:

Demnach war der zum Prozessauftakt 60-jährige Angeklagte in dem Schützenverein als Übungsleiter für Jungschützen tätig. Zwischen 2007 und 2010 soll er laut Anklage einen zu Beginn des Zeitraums neun Jahre alten Jungen bei Veranstaltungen und Übernachtungsfahrten des Vereins missbraucht haben. Zudem warf ihm die Anklage vor, im Jahr 2022 gegenüber einem 14-Jährigen sexuell übergriffig gewesen zu sein.

In dem Prozess habe die Kammer auch Kritik an dem Schützenverein wegen des Umgangs mit dem Missbrauchsfall geäußert, wie der Gerichtssprecher sagte. Nachdem die Tat von 2022 zur Anzeige gebracht worden war, wurde der betroffene Jugendliche als Reaktion aus dem Schützenverein ausgeschlossen.

Dem Urteil ging laut dem Sprecher eine Verständigung voraus. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine viereinhalbjährige Haftstrafe, die Verteidigung forderte drei Jahre und neun Monate Gefängnis.

F.Adams--TNT

Empfohlen

US-Justiz erhebt Anklage gegen von ICE-Mitarbeitern angeschossenen Venezolaner

Die US-Justiz hat Anklage gegen einen Venezolaner erhoben, der im Bundesstaat Texas von einem Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde ICE angeschossen worden war. Wie das US-Justizministerium am Dienstag mitteilte, werden dem Mann Körperverletzung und weitere Straftaten zur Last gelegt. Bei einer Verurteilung drohen ihm 20 Jahre Haft.

Urteil gegen deutsche Person Maja T. in Berufungsverfahren in Ungarn erwartet

In Budapest soll am Mittwoch ein Urteil im Berufungsverfahren gegen die deutsche Person Maja T. fallen, die im Februar zu acht Jahren Haft verurteilt worden war. Ein Gericht befand T. für schuldig, die Teilnehmer eines rechtsextremen Aufmarsches in Budapest im Februar 2023 gemeinsam mit weiteren Linksextremisten angegriffen zu haben. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung legten Berufung ein.

Frankreich: 440 Festnahmen und 31 Verletzte bei Schülerprotesten

Bei den teils gewaltsamen Schülerprotesten in Frankreich sind am Dienstag nach Angaben der Regierung 440 Menschen festgenommen worden, überwiegend Minderjährige. Das Bildungsministerium meldete zugleich 31 Verletzte unter Schülern und Beschäftigten. Mindestens zehn Beschäftigte des Bildungswesens seien verletzt worden, erklärte Bildungsminister Édouard Geffray.

Proteste gegen Sparpläne und Missstände an Schulen erschüttern Frankreich

Wenige Tage vor der geplanten Vorstellung des Haushaltsplans mit milliardenschweren Einsparungen haben in Frankreich tausende Menschen für höhere Löhne im öffentlichen Dienst demonstriert. Der Gewerkschaftsbund gab die Zahl der landesweit Protestierenden am Dienstag mit mehr als 300.000 an; die Regierung ging von rund 200.000 Teilnehmern aus. Unabhängig davon erschütterten teils gewaltsame Schülerproteste das Land, bei denen Schulen blockiert und Polizisten attackiert wurden.

Textgröße ändern: