The National Times - Mehrjährige Haftstrafen in Prozess um Subventionsbetrug in Niedersachsen

Mehrjährige Haftstrafen in Prozess um Subventionsbetrug in Niedersachsen


Mehrjährige Haftstrafen in Prozess um Subventionsbetrug in Niedersachsen
Mehrjährige Haftstrafen in Prozess um Subventionsbetrug in Niedersachsen / Foto: © AFP/Archiv

In einem Prozess um einen Millionenbetrug bei staatlichen Subventionen hat das Landgericht Hildesheim drei Angeklagte zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Das Gericht verhängte gegen die 38, 51 und 57 Jahre alten Männer am Samstag Freiheitsstrafen zwischen vier und neun Jahren, wie ein Sprecher am Montag mitteilte. Sie sollen die Investions- und Förderbank des Landes Niedersachsen NBank um insgesamt sechs Millionen Euro betrogen haben.

Textgröße ändern:

Damit blieben die Richter unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die Haftstrafen zwischen sechs und zehn Jahren beantragt hatte. Die Verteidigung hatte für den 51-Jährigen nicht mehr als sechs Jahre Haft und in den beiden anderen Fällen Freispruch beziehungsweise nicht mehr als drei Jahre beantragt. Das Landgericht sprach zwei Angeklagte des Subventionsbetrugs und alle drei zudem der Urkundenfälschung sowie des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs schuldig.

Die NBank soll laut Anklage auf Antrag einer in Hameln ansässigen GmbH, deren Geschäftsführer ein gesondert verfolgter 82-Jähriger war, Ende 2009 sechs Millionen Euro Fördermittel bewilligt haben. Die Angeklagten gaben vor, in ihrem Unternehmen 49 neue Arbeitsplätze schaffen zu wollen. Durch gefälschte Rechnungen, falsche Erklärungen über angebliche Investitionen und eine Kreditfinanzierung sowie ihr Verhalten bei Vor-Ort-Prüfungen sollen sie sich die Fördermillionen erschlichen haben.

In einem zweiten vor dem Landgericht verhandelten Tatkomplex wurde den Angeklagten vorgeworfen, zwischen November 2016 und Januar 2019 Server, die gar nicht ihr Eigentum waren, an eine Leasinggesellschaften verkauft zu haben. Dadurch soll das Unternehmen der Angeklagten fast elf Millionen Euro eingestrichen haben. Das Verfahren gegen den 82-Jährigen wurde abgetrennt, er soll sich in einem späteren Prozess verantworten.

E.Cox--TNT

Empfohlen

71-Jähriger in den USA nach vier Jahrzehnten im Todestrakt freigelassen

Nach mehr als vier Jahrzehnten im Todestrakt ist ein wegen Mordes verurteilter 71-Jähriger in den USA aus dem Gefängnis freigekommen. "Der Staat hat ihm 41 Jahre seines Lebens genommen und ihn dem Grauen unterworfen, mehr als 40 Jahre im Todestrakt zu sein, aber heute Abend ist er endlich zuhause", erklärte der Anwalt von Douglas Carter, Neal Hamilton.

Fünf Cannabisplantagen bei Großrazzia in Nordrhein-Westfalen entdeckt

Die Polizei hat bei einer Großrazzia in Nordrhein-Westfalen fünf Cannabisplantagen entdeckt. Gegen fünf Beschuldigte wurden Haftbefehle vollstreckt, wie die Beamten in Aachen am Dienstag mitteilten. Drei weitere Verdächtige wurden vorläufig festgenommen. Insgesamt durchsuchten demnach mehr als hundert Beamte am Donnerstag insgesamt 14 Wohn- und Gewerbeobjekte. Hintergrund waren bereits seit längerer Zeit laufende Ermittlungsverfahren gegen die fünf Beschuldigten.

300 Millionen Euro Betrug mit gebrauchten Handys: Internationale Razzia

In einer vom Zoll in Essen koordinierten internationalen Aktion in 19 Ländern sind 1700 Einsatzkräfte gegen mutmaßliche Millionenbetrüger vorgegangen. Sie sollen mehr als eine Million gebrauchter Handys namhafter Hersteller als Neuware verkauft und so einen Betrugsschaden von mindestens 300 Millionen Euro verursacht haben, wie das Zollfahndungsamt in Essen am Dienstag mitteilte. Allein den deutschen Finanzämtern soll Mehrwertsteuer in Höhe von 25 Millionen Euro entgangen sein.

Gedenkort nach CSD-Anschlag: Regenbogenbank in Berlin schon wieder beschädigt

Eine Bank in Regenbogenfarben, die im Berliner Tiergarten an den Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) erinnert, ist innerhalb weniger Wochen zum dritten Mal beschädigt worden. Unbekannte demolierten mehrere Holzlatten der Sitzfläche und brachen mindestens ein Teilstück einer Latte vollständig ab, wie die Polizei in der Bundeshauptstadt am Dienstag mitteilte. Die Ermittlungen des polizeilichen Staatsschutzes des Berliner Landeskriminalamts liefen.

Textgröße ändern: