The National Times - Ermittler zerschlagen großes Schadnetzwerk in Deutschland

Ermittler zerschlagen großes Schadnetzwerk in Deutschland


Ermittler zerschlagen großes Schadnetzwerk in Deutschland
Ermittler zerschlagen großes Schadnetzwerk in Deutschland / Foto: © AFP/Archiv

Ermittler aus mehreren Ländern haben das Schadsoftwarenetzwerk Qakbot übernommen und zerschlagen. Die Serverinfrastruktur für die Software befand sich in Deutschland, wie das Bundeskriminalamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Die Betreiber und Administratoren seien bislang unbekannt, gegen sie werde unter anderem wegen des Verdachts der banden- und gewerbsmäßigen Erpressung ermittelt.

Textgröße ändern:

Qakbot, auch bekannt unter den Namen Qbot und Pinkslipbot, galt als eine der gefährlichsten Schadsoftwares weltweit. Für die Verbreitung und Steuerung wurde eine sogenannte Command-and-Control-Infrastruktur genutzt. Bei dieser Technik werden schadhafte E-Mail-Anhänge oder Hyperlinks verbreitet.

Beim Öffnen dieser Anhänge und Links breitet sich die Schadsoftware im betroffenen System aus und leitet Daten an die Täter weiter. Der so infizierte Computer wird Teil des Botnetzes. Qakbot lädt anschließend weitere Schadsoftware nach, um Daten zu verschlüsseln. Damit wurden Opfer erpresst.

Dem kontrollierten Botnetz gehörten allein 2022 über 700.000 Systeme an. Ransomwaregruppen nutzten Qakbot als Türöffner für ihre Angriffe, wodurch Schäden für Unternehmen, das Gesundheitswesen und Regierungsbehörden in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro entstanden.

Die Ermittler übernahmen die Infrastruktur und entzogen den Tätern dauerhaft den Zugriff auf die Systeme. Alle in Deutschland befindlichen Systeme der Qakbot-Infrastruktur wurden beschlagnahmt.

Seit dem Sommer 2022 wurde in Deutschland ermittelt. Zuvor hatten bereits US-Behörden Ermittlungen aufgenommen. Auch weitere europäische Strafverfolgungsbehörden waren beteiligt.

C.Bell--TNT

Empfohlen

300 Millionen Euro Betrug mit gebrauchten Handys: Internationale Razzia

In einer vom Zoll in Essen koordinierten internationalen Aktion in 19 Ländern sind 1700 Einsatzkräfte gegen mutmaßliche Millionenbetrüger vorgegangen. Sie sollen mehr als eine Million gebrauchter Handys namhafter Hersteller als Neuware verkauft und so einen Betrugsschaden von mindestens 300 Millionen Euro verursacht haben, wie das Zollfahndungsamt in Essen am Dienstag mitteilte. Allein den deutschen Finanzämtern soll Mehrwertsteuer in Höhe von 25 Millionen Euro entgangen sein.

Gedenkort nach CSD-Anschlag: Regenbogenbank in Berlin schon wieder beschädigt

Eine Bank in Regenbogenfarben, die im Berliner Tiergarten an den Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) erinnert, ist innerhalb weniger Wochen zum dritten Mal beschädigt worden. Unbekannte demolierten mehrere Holzlatten der Sitzfläche und brachen mindestens ein Teilstück einer Latte vollständig ab, wie die Polizei in der Bundeshauptstadt am Dienstag mitteilte. Die Ermittlungen des polizeilichen Staatsschutzes des Berliner Landeskriminalamts liefen.

Bundesweite Kontrolle gegen Schwarzarbeit in Friseur- und Kosmetikbranche

Mit einer groß angelegten Kontrolle sind Ermittler bundesweit gegen Schwarzarbeit in der Friseur- und Kosmetikbranche vorgegangen. Bislang wurden rund 340 Strafverfahren eingeleitet, wie die Generalzolldirektion am Dienstag in Bonn mitteilte. Demnach befragten am Samstag bundesweit rund 2200 Einsatzkräfte etwa 3300 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu ihren Beschäftigungsverhältnissen. Zudem wurden die Unterlagen von gut 700 Geschäften überprüft.

17-Jährige in NRW nach Sturz mit Fahrrad von Auto überrollt und gestorben

Eine 17-Jährige ist in Nordrhein-Westfalen nach einem Sturz mit ihrem Fahrrad von einem Auto überrollt worden und gestorben. Sie erlag ihren schweren Verletzungen noch vor Ort, wie die Polizei Recklinghausen am Dienstag mitteilte. Demnach ereignete sich der Unfall am Montagabend in Herten.

Textgröße ändern: