The National Times - Anklage gegen weiteren Verdächtigen nach Juwelendiebstahl aus Grünem Gewölbe

Anklage gegen weiteren Verdächtigen nach Juwelendiebstahl aus Grünem Gewölbe


Anklage gegen weiteren Verdächtigen nach Juwelendiebstahl aus Grünem Gewölbe
Anklage gegen weiteren Verdächtigen nach Juwelendiebstahl aus Grünem Gewölbe / Foto: © Green Vault (Gruenes Gewoelbe)/AFP/Archiv

Fast vier Jahre nach dem Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen weiteren Tatverdächtigen erhoben. Dem 23-Jährigen wird Beihilfe zu dem Einbruch vorgeworfen, wie die Ermittlungsbehörde am Dienstag in Dresden mitteilte.

Textgröße ändern:

Das Landgericht Dresden hatte im Mai fünf Angeklagte zu mehrjährigen Haft- oder Jugendstrafen verurteilt. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Ein weiterer Angeklagter wurde mangels Beweisen freigesprochen. Sie alle stammen aus dem Berliner Clanmilieu und sind miteinander verwandt.

Der nun angeklagte 23-Jährige ist ebenfalls ein Verwandter. Er wurde im Mai 2022 am Rande des Prozesses gegen die anderen Angeklagten, den er als Besucher verfolgte, festgenommen. Der Haftbefehl wurde später wieder aufgehoben. Das Oberlandesgericht Dresden bejahte zwar einen dringenden Tatverdacht, sah aber keine ausreichenden Haftgründe, weshalb er auf freiem Fuß blieb.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 23-Jährigen Beihilfe zum Diebstahl mit Waffen, Beihilfe zur gemeinschädlichen Sachbeschädigung und Beihilfe zur Brandstiftung vor. Er soll den Diebstahl aus dem Grünen Gewölbe unterstützt haben, indem er mehrere Beteiligte in Berlin in einem Auto chauffierte und – nachdem sie dabei in eine Polizeikontrolle geraten waren – ein gezieltes Ablenkungsmanöver ausführte. Er schwieg bislang zu den Vorwürfen. Das Jugendschöffengericht am Amtsgericht Dresden entscheidet nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens.

Die Täter waren im November 2019 durch ein angesägtes Fenstergitter in die Ausstellungsräume des Dresdner Residenzschlosses gelangt. Dort zertrümmerten sie eine Vitrine mit einer Axt und rissen Schmuckstücke heraus.

Im Dezember beschlagnahmte die Polizei in Berlin einen erheblichen Teil der Beute, etliche Teile sind allerdings beschädigt. Die Rückgabe des Schmucks gehörte zu einem vor Gericht ausgehandelten Deal, dem vier Angeklagte mit der Aussicht auf mildere Strafen zustimmten. Einige Schmuckstücke fehlen aber nach wie vor.

B.Cooper--TNT

Empfohlen

17-Jährige in NRW nach Sturz mit Fahrrad von Auto überrollt und gestorben

Eine 17-Jährige ist in Nordrhein-Westfalen nach einem Sturz mit ihrem Fahrrad von einem Auto überrollt worden und gestorben. Sie erlag ihren schweren Verletzungen noch vor Ort, wie die Polizei Recklinghausen am Dienstag mitteilte. Demnach ereignete sich der Unfall am Montagabend in Herten.

Papst nach viertägigem Frankreich-Besuch nach Rom aufgebrochen

Papst Leo XIV. hat seinen viertägigen Frankreich-Besuch beendet und ist am Abend in Richtung Rom abgereist. Am Flughafen der Stadt Metz wurde er vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron verabschiedet, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind traurig, dass er geht, aber froh, dass alles gut verlaufen ist", sagte Macron.

Haftstrafen für drei Ägypter nach Mord an italienischem Studenten in Kairo

Rund zehn Jahre nach der Tötung des italienischen Studenten Giulio Regeni in Ägypten hat ein Gericht in Rom Haftstrafen gegen drei ägyptische Sicherheitsbeamte wegen der Entführung des damals 28-Jährigen verhängt. Die drei Männer wurden in Abwesenheit zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt, von den Mordvorwürfen aber freigesprochen, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Einen kompletten Freispruch gab es für einen vierten Angeklagten.

Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen

Zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs hat Papst Leo XIV. die Europäer eindringlich zu Friedensanstrengungen aufgerufen. Es sei notwendig, "Mut bei den Verhandlungen zu zeigen und bereit zu sein, bestimmte Positionen für das übergeordnete Wohl des Friedens aufzugeben", sagte der Papst am Montag in Metz im Beisein von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Ohne den Ukraine-Krieg ausdrücklich zu nennen, beklagte er ein "sinnloses Gemetzel, das jeden Tag unzählige zivile Opfer fordert".

Textgröße ändern: