The National Times - Berichte: Boris Johnson könnte in Riad über Ausgleich für russisches Öl sprechen

Berichte: Boris Johnson könnte in Riad über Ausgleich für russisches Öl sprechen


Berichte: Boris Johnson könnte in Riad über Ausgleich für russisches Öl sprechen
Berichte: Boris Johnson könnte in Riad über Ausgleich für russisches Öl sprechen

Der britische Premierminister Boris Johnson will sich Presseberichten zufolge persönlich beim saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman für eine Erhöhung der Ölproduktion einsetzen, um die Konsequenzen des angekündigten Energieembargos gegen Russland abzufedern. Ein Bericht der Londoner "Times", wonach Johnson noch in dieser Woche nach Riad reisen könnte, wurde von seinem konservativen Parteifreund, Wohnungsbauminister und Kabinettssekretär Michael Gove, am Sonntag nicht dementiert.

Textgröße ändern:

"Wir sind auf Öl aus einer Reihe von Ländern angewiesen, deren Menschenrechtsbilanz wir nicht gutheißen", sagte Gove dem Sender Sky News. "Ich denke, dass es Bedenken hinsichtlich der Menschenrechte gibt. Darüber sind wir uns im Klaren", sagte er weiter. Aber in instabilen Zeiten sei die Diplomatie ebenso wichtig wie "Klarheit in Bezug auf die Menschenrechte".

Saudiarabisches Öl dürfe nicht "das Schweigen der Welt über die schrecklichen Menschenrechtsverletzungen Saudi-Arabiens erkaufen", warnte hingegen Polly Truscott von Amnesty International in London. Saudi-Arabien steht seit langem unter anderem wegen einer der höchsten Hinrichtungszahlen weltweit und seines undurchsichtigen Justizsystems in der Kritik. Am Samstag wurden in dem Königreich 81 Menschen wegen Terrorismusvorwürfen hingerichtet und damit mehr als im gesamten vergangenen Jahr.

Russland ist der größte Gasproduzent der Welt und der zweitgrößte Ölproduzent hinter Saudi-Arabien. Als Folge der Sanktionen gegen Moskau sind die Benzin- und Dieselpreise in Großbritannien auf Rekordhöhen gestiegen, was zu den ohnehin schon horrenden Heiz- und Stromkosten noch hinzukommt.

ans/yb

J.Sharp--TNT

Empfohlen

Prozess um mutmaßlich von Russland gesteuerte Sabotagepläne in Stuttgart begonnen

Vor dem Oberlandesgericht Stuttgart hat am Dienstag ein Prozess um mutmaßlich von Russland in Auftrag gegebene Sabotagepläne begonnen. Drei Männer sind angeklagt, weil sie Transportwege für Postsendungen in Richtung Ukraine ausgekundschaftet sowie die Aufgabe von Paketen mit Brandsätzen geplant haben sollen. Zu Sabotageakten kam es allerdings nicht, die drei ukrainischen Staatsbürger wurden zuvor in Deutschland und der Schweiz festgenommen.

Vermeintlichen Nebenbuhler getötet: Lebenslange Haft für 35-Jährigen in Sachsen

Wegen der Tötung eines vermeintlichen Nebenbuhlers ist ein 35-jähriger Mann aus dem sächsischen Weißwasser zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Görlitz sprach ihn des Mordes und der gefährlichen Körperverletzung schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag in der sächsischen Stadt mitteilte.

Zoll entdeckt mehr als eine Million illegale Zigaretten in Geschirrspülerkartons

In Verpackungskartons für Geschirrspüler haben Zollbeamte in Brandenburg mehr als eine Million illegale Zigaretten entdeckt. Sie fanden die Ware Ende Februar bei der Kontrolle eines Kleintransporters nahe Frankfurt an der Oder, wie das Hauptzollamt in der brandenburgischen Stadt am Dienstag mitteilte. Der Fahrer aus Polen gab an, in Richtung der Niederlande unterwegs zu sein und Haushaltsgeräte geladen zu haben.

Tödliches Gewaltverbrechen in Odenwald: Fünf Festnahmen in Hessen und Spanien

Nach einem tödlichen Gewaltverbrechen an einem 30-jährigen Mann im hessischen Höchst im Odenwald sind fünf Verdächtige gefasst worden. Nachdem bereits im Dezember ein erster Beschuldigter in Hessen in Untersuchungshaft genommen worden sei, seien inzwischen auch vier weitere Tatverdächtige in Spanien festgenommen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Darmstadt am Dienstag mit. Der 30-Jährige war im Dezember auf dem Gebiet der Gemeinde Höchst tot neben seinem Auto gefunden worden.

Textgröße ändern: