The National Times - US-Verbraucherbehörde prüft ChatGPT wegen Datenmissbrauchs und Falschinformationen

US-Verbraucherbehörde prüft ChatGPT wegen Datenmissbrauchs und Falschinformationen


US-Verbraucherbehörde prüft ChatGPT wegen Datenmissbrauchs und Falschinformationen
US-Verbraucherbehörde prüft ChatGPT wegen Datenmissbrauchs und Falschinformationen / Foto: © AFP

Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC prüft den beliebten KI-basierten Chatbot ChatGPT auf mögliche Schäden für die Nutzerinnen und Nutzer - etwa weil das System unwahre Informationen generiert oder Daten missbräuchlich verarbeitet. Die FTC leitete am Donnerstag eine Untersuchung ein. Sie schickte dafür der ChatGPT-Entwicklerfirma OpenAI eine lange Liste von Fragen.

Textgröße ändern:

ChatGPT kann mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) auf Nutzeranfragen in Sekundenschnelle komplexe Inhalte generieren. Das System gibt aber auch falsche oder seltsame Informationen heraus, sogenannte "Halluzinationen".

Seit November ist das System für die Öffentlichkeit zugänglich. OpenAI-Chef Sam Altman sprach sich Mitte Mai im US-Senat für mehr staatliche Regulierung von KI aus - präzisierte aber kurz darauf, er meine eine langfristige institutionelle Aufsicht, keine "sofortige strikte Regulierung".

Die FTC, die zugleich Wettbewerbsbehörde ist, interessiert sich vor allem für den Schutz persönlicher Daten, die von der Plattform genutzt werden. FTC-Chefin Lina Khan hatte am Mittwoch bei einer Anhörung vor einem Kongressausschuss gesagt, ihre Behörde sei wegen möglicher verleumderischer Inhalte besorgt, die ChatGPT generiere.

"Wir haben von Berichten erfahren, denen zufolge persönliche Daten von Leuten in Antworten auf eine Anfrage von jemand anderem aufgetaucht sind", sagte Khan. "Wir haben von beleidigenden, diffamierenden Aussagen gehört. Rundweg unwahre Dinge tauchen auf. Über diese Arten von Betrug und Täuschung sind wir besorgt", fügte sie hinzu.

OpenAI-Chef Altman erklärte per Twitter, "natürlich" werde sein Unternehmen mit der FTC zusammenarbeiten. "Es ist superwichtig für uns, dass unsere Technologie sicher und verbraucherfreundlich ist, und wir sind zuversichtlich, dass wir gesetzestreu sind."

Sollte die FTC zufrieden sein mit der Antwort des Unternehmens, kann die Behörde die Untersuchung schließen. Entdeckt sie zweifelhafte oder illegale Tatbestände, kann sie Unterlassung verlangen und auch klagen.

Seit dem Start von ChatGPT hat in der IT-Branche ein Wettlauf um generative KI-Systeme begonnen. Microsoft investierte zweistellige Milliardenbeträge in OpenAI und hat ChatGPT etwa in seine Office-Anwendungen und die Suchmaschine Bing integriert. Google konkurriert mit seinem eigenen Chatbot Bard. Der Technologie-Milliardär Elon Musk lancierte diese Woche xAI, ein eigenes Unternehmen zur Entwicklung Künstlicher Intelligenz.

S.Lee--TNT

Empfohlen

Papst nach viertägigem Frankreich-Besuch nach Rom aufgebrochen

Papst Leo XIV. hat seinen viertägigen Frankreich-Besuch beendet und ist am Abend in Richtung Rom abgereist. Am Flughafen der Stadt Metz wurde er vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron verabschiedet, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind traurig, dass er geht, aber froh, dass alles gut verlaufen ist", sagte Macron.

Haftstrafen für drei Ägypter nach Mord an italienischem Studenten in Kairo

Rund zehn Jahre nach der Tötung des italienischen Studenten Giulio Regeni in Ägypten hat ein Gericht in Rom Haftstrafen gegen drei ägyptische Sicherheitsbeamte wegen der Entführung des damals 28-Jährigen verhängt. Die drei Männer wurden in Abwesenheit zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt, von den Mordvorwürfen aber freigesprochen, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Einen kompletten Freispruch gab es für einen vierten Angeklagten.

Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen

Zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs hat Papst Leo XIV. die Europäer eindringlich zu Friedensanstrengungen aufgerufen. Es sei notwendig, "Mut bei den Verhandlungen zu zeigen und bereit zu sein, bestimmte Positionen für das übergeordnete Wohl des Friedens aufzugeben", sagte der Papst am Montag in Metz im Beisein von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Ohne den Ukraine-Krieg ausdrücklich zu nennen, beklagte er ein "sinnloses Gemetzel, das jeden Tag unzählige zivile Opfer fordert".

Dutzende Tote bei Angriff der myanmarischen Armee auf Markt im Bundesstaat Rakhine

Bei einem Luftangriff der myanmarischen Armee auf einen Markt im Bundesstaat Rakhine sind nach Angaben der Rebellenorganisation Arakan-Armee mindestens 33 Menschen getötet und 36 weitere verletzt worden. Der Angriff habe sich am Montagmittag (Ortszeit) in der Stadt Kyauktaw ereignet und einen Markt und eine angrenzende Brücke zum Ziel gehabt, berichteten die Rebellen. Ihnen zufolge könnte die Zahl der Toten noch steigen.

Textgröße ändern: