The National Times - Vzbv prüft Sammelklage gegen Eon im Bereich der Fernwärme

Vzbv prüft Sammelklage gegen Eon im Bereich der Fernwärme


Vzbv prüft Sammelklage gegen Eon im Bereich der Fernwärme
Vzbv prüft Sammelklage gegen Eon im Bereich der Fernwärme / Foto: © AFP/Archiv

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) prüft einem Bericht zufolge eine Sammelklage gegen den Energieversorger Eon im Bereich der Fernwärme. Derzeit werte der vzbv die Fälle von rund tausend verärgerten Eon-Kunden aus, sagte Verbandschefin Ramona Pop der "Rheinischen Post" vom Mittwoch. "Als Marktführer hat Eon eine besondere Verantwortung", fuhr sie fort. Es sei eine gute Nachricht, dass nun bald Sammelklagen möglich seien.

Textgröße ändern:

Der Bundestag hatte vor einigen Tagen die Einführung der neuen Verbandsklage für Verbraucher beschlossen. Sie ergänzt die bestehende Musterfeststellungsklage, Deutschland setzt damit EU-Recht um. Zentraler Unterschied ist, dass geschädigte Verbraucherinnen und Verbraucher künftig direkt nach einer erfolgreichen Klage entschädigt werden können. Bei der Musterklage müssen die Ansprüche anschließend individuell durchgesetzt werden.

Mit Blick auf die gesamte Branche sagte Pop, derzeit erhielten die Verbraucherzentralen "viele Beschwerden über Energieversorger, hier wird viel Schindluder getrieben". Daher könnten sich die Verbraucherschützer "den Einsatz einer Sammelklage gut vorstellen".

Von der Regierung forderte die vzbv-Chefin eine schärfere Kontrolle der Fernwärme-Anbieter. "Wir stellen immer wieder fest, dass Versorger Kunden bei der Fernwärme abkassieren", sagte sie der "Rheinischen Post". "Deshalb fordern wir, dass die Versorger ihre Preise genehmigen lassen müssen, zum Beispiel von der Bundesnetzagentur." Der Fernwärmemarkt müsse "verbraucherfreundlicher ausgestaltet werden".

S.Arnold--TNT

Empfohlen

Papst nach viertägigem Frankreich-Besuch nach Rom aufgebrochen

Papst Leo XIV. hat seinen viertägigen Frankreich-Besuch beendet und ist am Abend in Richtung Rom abgereist. Am Flughafen der Stadt Metz wurde er vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron verabschiedet, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind traurig, dass er geht, aber froh, dass alles gut verlaufen ist", sagte Macron.

Haftstrafen für drei Ägypter nach Mord an italienischem Studenten in Kairo

Rund zehn Jahre nach der Tötung des italienischen Studenten Giulio Regeni in Ägypten hat ein Gericht in Rom Haftstrafen gegen drei ägyptische Sicherheitsbeamte wegen der Entführung des damals 28-Jährigen verhängt. Die drei Männer wurden in Abwesenheit zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt, von den Mordvorwürfen aber freigesprochen, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Einen kompletten Freispruch gab es für einen vierten Angeklagten.

Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen

Zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs hat Papst Leo XIV. die Europäer eindringlich zu Friedensanstrengungen aufgerufen. Es sei notwendig, "Mut bei den Verhandlungen zu zeigen und bereit zu sein, bestimmte Positionen für das übergeordnete Wohl des Friedens aufzugeben", sagte der Papst am Montag in Metz im Beisein von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Ohne den Ukraine-Krieg ausdrücklich zu nennen, beklagte er ein "sinnloses Gemetzel, das jeden Tag unzählige zivile Opfer fordert".

Dutzende Tote bei Angriff der myanmarischen Armee auf Markt im Bundesstaat Rakhine

Bei einem Luftangriff der myanmarischen Armee auf einen Markt im Bundesstaat Rakhine sind nach Angaben der Rebellenorganisation Arakan-Armee mindestens 33 Menschen getötet und 36 weitere verletzt worden. Der Angriff habe sich am Montagmittag (Ortszeit) in der Stadt Kyauktaw ereignet und einen Markt und eine angrenzende Brücke zum Ziel gehabt, berichteten die Rebellen. Ihnen zufolge könnte die Zahl der Toten noch steigen.

Textgröße ändern: