The National Times - In Frankreich wächst die Gefahr massiven Wassermangels

In Frankreich wächst die Gefahr massiven Wassermangels


In Frankreich wächst die Gefahr massiven Wassermangels
In Frankreich wächst die Gefahr massiven Wassermangels / Foto: © AFP/Archiv

In Frankreich wächst die Gefahr massiven Wassermangels in diesem Sommer. Gut zwei Drittel der Grundwasserspeicher seien weiterhin nicht ausreichend gefüllt, sagte Umweltminister Christophe Béchu am Dienstag dem Sender France Inter. In etwa 20 Prozent der Grundwasserspeicher sei der Wasserstand sogar "sehr niedrig", fügte er hinzu. Der Niederschlag im Frühjahr habe die Lage kaum verbessert, da er weitgehend von den Pflanzen aufgenommen worden sei.

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Auch die zunehmenden Gewitter änderten nichts, da die Wassermassen von den trockenen Böden kaum aufgenommen würden. Während sich die Lage in der Bretagne leicht verbessert habe, sehe es im Elsass, im Großraum Paris, im Rhône-Tal und am Mittelmeer eher schlechter aus.

Die Regierung stellte am Dienstag eine neue App vor, die über lokale Wasserbeschränkungen informieren soll. Oppositionspolitiker kritisierten dies als unangemessen. "Die Situation erfordert strukturelle Veränderungen der Landwirtschaft und der Industrie. Aber die Regierung stigmatisiert die Bevölkerung und stellt eine neue App vor", spottete Sophie Bussiere, Sprecherin der Grünen. Der Abgeordnete der linkspopulistischen Partei LFI, François Ruffin, forderte einen nationalen Plan, um den bewässerungsintensiven Anbau von Mais durch hitzebeständigere Pflanzen wie etwa Sorghum zu ersetzen.

Im extrem trockenen vergangenen Jahr hatten 700 französische Kommunen kein eigenes Trinkwasser mehr. Etwa 72.000 Hektar Land brannten ab, rund 60.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Die Regierung stockte daher die Feuerwehr auf und erhöhte die Zahl der Löschflugzeuge von 38 auf 47. Eine Reserve von 3600 Feuerwehrleuten soll bei Waldbränden eingesetzt werden können.

In neun von 101 französischen Départements gilt derzeit eine Hitzewarnung. Im Osten des Landes werden heftige Gewitter mit Windböen bis zu 130 Stundenkilometern und Hagel erwartet.

F.Harris--TNT

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