The National Times - EU-Kommission verabschiedet Rechtsrahmen für neues Datenschutzabkommen

EU-Kommission verabschiedet Rechtsrahmen für neues Datenschutzabkommen


EU-Kommission verabschiedet Rechtsrahmen für neues Datenschutzabkommen
EU-Kommission verabschiedet Rechtsrahmen für neues Datenschutzabkommen / Foto: © AFP/Archiv

Die EU-Kommission hat einen Rechtsrahmen für ein neues Datenschutzabkommen zwischen den USA und der Europäischen Union verabschiedet. Der neue Rechtsrahmen werde den Europäerinnen und Europäern einen sicheren Datenaustausch garantieren und auch "juristische Klarheit" für die Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks bringen, erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag in Brüssel.

Textgröße ändern:

Damit würden auch die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der EU und den USA vertieft und gemeinsame Werte bekräftigt, fuhr von der Leyen fort. Mit dem sogenannten Data Privacy Framework soll der für die digitale Wirtschaft unerlässliche Transfer personenbezogener Daten in die USA Rechtssicherheit erhalten. Es ist bereits der dritte Anlauf - das Vorgänger-Abkommen Privacy Shield hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) im Juli 2020 wegen Späh-Vorwürfen gekippt.

Zuvor hatte US-Präsident Joe Biden mit einem Dekret die Grundlage für ein neues Abkommen mit der EU gelegt. Die im Oktober erlassene Verordnung sieht neue Richtlinien für den Umgang von US-Geheimdiensten mit Daten von EU-Bürgern vor.

Das Dekret schreibt vor, dass die Überwachung von Datenströmen durch die US-Geheimdienste nur für das Erreichen von "definierten Zielen der nationalen Sicherheit" erfolgen darf und die "Privatsphäre und die bürgerlichen Freiheitsrechte" aller Menschen unabhängig von Nationalität und Wohnort berücksichtigt werden müssen. Es sieht zudem Beschwerdemöglichkeiten für EU-Bürger vor, die der Auffassung sind, "rechtswidrig Ziel von US-Geheimdienstaktivitäten" geworden zu sein.

Der Digitalverband Bitkom erklärte, mit dem nun gefundenen Rechtsrahmen gehe eine "dreijährige Hängepartie zu Ende". Die "mühsamen transatlantischen Verhandlungen" hätten sich gelohnt. Zugleich sei aber sicher, dass die Neuregelung von den Gerichten überprüft werde. "Dort wird sich zeigen, ob der EU-Gesetzgeber mit dem Data Privacy Framework eine rechtlich belastbare Regelung gefunden hat."

Der österreichische Datenschutzaktivist Max Schrems, der mit seinen Klagen bereits zuvor die Anläufe für ein Datenschutzabkommen zu Fall gebracht hatte, will hingegen auch gegen das neue Regelwerk vorgehen. Er und seine Organisation noyb sähen nach wie vor das Problem, dass die USA nur ihren eigenen Bürgerinnen und Bürgern einen entsprechenden Rechtsschutz vor Ausspähung gewährten. Auch gegen den neuen Vorschlag werde Klage eingereicht.

E.Cox--TNT

Empfohlen

Papst nach viertägigem Frankreich-Besuch nach Rom aufgebrochen

Papst Leo XIV. hat seinen viertägigen Frankreich-Besuch beendet und ist am Abend in Richtung Rom abgereist. Am Flughafen der Stadt Metz wurde er vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron verabschiedet, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind traurig, dass er geht, aber froh, dass alles gut verlaufen ist", sagte Macron.

Haftstrafen für drei Ägypter nach Mord an italienischem Studenten in Kairo

Rund zehn Jahre nach der Tötung des italienischen Studenten Giulio Regeni in Ägypten hat ein Gericht in Rom Haftstrafen gegen drei ägyptische Sicherheitsbeamte wegen der Entführung des damals 28-Jährigen verhängt. Die drei Männer wurden in Abwesenheit zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt, von den Mordvorwürfen aber freigesprochen, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Einen kompletten Freispruch gab es für einen vierten Angeklagten.

Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen

Zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs hat Papst Leo XIV. die Europäer eindringlich zu Friedensanstrengungen aufgerufen. Es sei notwendig, "Mut bei den Verhandlungen zu zeigen und bereit zu sein, bestimmte Positionen für das übergeordnete Wohl des Friedens aufzugeben", sagte der Papst am Montag in Metz im Beisein von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Ohne den Ukraine-Krieg ausdrücklich zu nennen, beklagte er ein "sinnloses Gemetzel, das jeden Tag unzählige zivile Opfer fordert".

Dutzende Tote bei Angriff der myanmarischen Armee auf Markt im Bundesstaat Rakhine

Bei einem Luftangriff der myanmarischen Armee auf einen Markt im Bundesstaat Rakhine sind nach Angaben der Rebellenorganisation Arakan-Armee mindestens 33 Menschen getötet und 36 weitere verletzt worden. Der Angriff habe sich am Montagmittag (Ortszeit) in der Stadt Kyauktaw ereignet und einen Markt und eine angrenzende Brücke zum Ziel gehabt, berichteten die Rebellen. Ihnen zufolge könnte die Zahl der Toten noch steigen.

Textgröße ändern: