The National Times - Twitter-Besitzer Musk droht Meta mit Klage wegen neuer App Threads

Twitter-Besitzer Musk droht Meta mit Klage wegen neuer App Threads


Twitter-Besitzer Musk droht Meta mit Klage wegen neuer App Threads
Twitter-Besitzer Musk droht Meta mit Klage wegen neuer App Threads / Foto: © AFP

Twitter-Besitzer Elon Musk hat dem Facebook-Mutterkonzern Meta wegen dessen neuer Plattform Threads eine Klage angedroht. In einem am Donnerstag von der Website "Semafor" veröffentlichten Brief schreibt Musks Anwalt Alex Spiro an Meta-Chef Mark Zuckerberg, Meta habe "rechtswidrig Betriebsgeheimnisse und anderes geistiges Eigentum" von Twitter veruntreut. Der Facebook-Mutterkonzern wies die Vorwürfe zurück.

Textgröße ändern:

Meta habe zahlreiche frühere Twitter-Mitarbeiter eingestellt, die nach wie vor Zugang zu "Betriebsgeheimnissen und anderen höchst vertraulichen Informationen" gehabt hätten, erklärte Spiro laut "Semafor". Diese Mitarbeiter seien gezielt eingesetzt worden, um binnen Monaten in Konkurrenz zu Twitter eine Nachahme-App zu erstellen. Twitter behalte sich alle Rechte zum Schutz seines geistigen Eigentums vor, einschließlich juristischer Mittel. "Wettbewerb ist ok, betrügen ist es nicht", erklärte Musk.

Der Tesla-Milliardär hatte nach seiner Übernahme von Twitter einen Großteil des Personals entlassen. Meta widersprach der Darstellung, diese Mitarbeiter gezielt für Threads angeworben zu haben: "Keiner aus dem Threads-Engineering-Team ist ein ehemaliger Twitter-Mitarbeiter - das ist einfach nicht der Fall", erklärte Meta-Sprecher Andy Stone in einem Beitrag auf der neuen Plattform.

Der Twitter-Konkurrent Threads war am Mittwochabend in rund 100 Ländern freigeschaltet worden. Nach Angaben von Meta-Chef Zuckerberg wurde die App binnen Stunden 30 Millionen Mal heruntergeladen. Der Start in Europa verzögert sich allerdings wegen der noch ausstehenden Zustimmung aus Brüssel.

Threads ist der bisher größte Herausforderer von Twitter und hat Ähnlichkeiten mit dem Kurzbotschaftendienst. Insbesondere seit der Übernahme von Twitter durch Tesla-Milliardär Musk im vergangenen Jahr hat sich zwar eine Reihe potenzieller Konkurrenten in Stellung gebracht. Keiner konnte sich bislang jedoch als wirkliche Alternative etablieren.

Zuckerberg selbst macht aus dem Wettbewerb mit Twitter und Musk keinen Hehl. "Es wird einige Zeit dauern, aber ich denke, es sollte eine App für öffentliche Unterhaltungen geben, die von mehr als einer Milliarde Menschen genutzt wird", erklärte er am Donnerstag. "Twitter hatte die Möglichkeit, dies zu tun, hat es aber nicht geschafft. Hoffentlich schaffen wir das." Twitter hat die Zahl seiner täglich aktiven Nutzer in der Vergangenheit auf über 200 Millionen beziffert.

M.Davis--TNT

Empfohlen

Papst nach viertägigem Frankreich-Besuch nach Rom aufgebrochen

Papst Leo XIV. hat seinen viertägigen Frankreich-Besuch beendet und ist am Abend in Richtung Rom abgereist. Am Flughafen der Stadt Metz wurde er vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron verabschiedet, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind traurig, dass er geht, aber froh, dass alles gut verlaufen ist", sagte Macron.

Haftstrafen für drei Ägypter nach Mord an italienischem Studenten in Kairo

Rund zehn Jahre nach der Tötung des italienischen Studenten Giulio Regeni in Ägypten hat ein Gericht in Rom Haftstrafen gegen drei ägyptische Sicherheitsbeamte wegen der Entführung des damals 28-Jährigen verhängt. Die drei Männer wurden in Abwesenheit zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt, von den Mordvorwürfen aber freigesprochen, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Einen kompletten Freispruch gab es für einen vierten Angeklagten.

Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen

Zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs hat Papst Leo XIV. die Europäer eindringlich zu Friedensanstrengungen aufgerufen. Es sei notwendig, "Mut bei den Verhandlungen zu zeigen und bereit zu sein, bestimmte Positionen für das übergeordnete Wohl des Friedens aufzugeben", sagte der Papst am Montag in Metz im Beisein von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Ohne den Ukraine-Krieg ausdrücklich zu nennen, beklagte er ein "sinnloses Gemetzel, das jeden Tag unzählige zivile Opfer fordert".

Dutzende Tote bei Angriff der myanmarischen Armee auf Markt im Bundesstaat Rakhine

Bei einem Luftangriff der myanmarischen Armee auf einen Markt im Bundesstaat Rakhine sind nach Angaben der Rebellenorganisation Arakan-Armee mindestens 33 Menschen getötet und 36 weitere verletzt worden. Der Angriff habe sich am Montagmittag (Ortszeit) in der Stadt Kyauktaw ereignet und einen Markt und eine angrenzende Brücke zum Ziel gehabt, berichteten die Rebellen. Ihnen zufolge könnte die Zahl der Toten noch steigen.

Textgröße ändern: