The National Times - US-Großbank Wells Fargo zu Milliarden-Vergleich mit Aktionären bereit

US-Großbank Wells Fargo zu Milliarden-Vergleich mit Aktionären bereit


US-Großbank Wells Fargo zu Milliarden-Vergleich mit Aktionären bereit
US-Großbank Wells Fargo zu Milliarden-Vergleich mit Aktionären bereit / Foto: © AFP

Die US-Großbank Wells Fargo hat sich nach einer Reihe von Skandalen zur Zahlung von einer Milliarde Dollar (rund 920 Millionen Euro) an mehrere klagende Aktionäre bereit erklärt. Das geht aus einem am Montag eingereichten Gerichtsdokument hervor. Ein Bundesrichter in New York muss dem Vergleich noch zustimmen.

Textgröße ändern:

Eine Gruppe von Aktionären, unter ihnen die schwedische Bank Handelsbanken, war im Juni 2020 gegen Wells Fargo vor Gericht gezogen. Die Kläger werfen der Großbank vor, gegen 2018 eingegangene Verpflichtungen zu einer Reform ihrer Führungsstruktur und ihres Risikomanagements verstoßen zu haben.

Wells Fargo hatte in den Vorjahren mit einer Serie von Skandalen für Schlagzeilen gesorgt. So wurde 2016 bekannt, dass die Großbank über die Jahre Millionen falscher Konten im Namen von Kunden eröffnet hatte, die davon gar nichts wussten. Die US-Notenbank Fed verpflichtete Wells Fargo daraufhin zu einer Führungsreform und zu einer Verbesserung ihrer "Steuerung und Kontrollen" und untersagte der Bank vorerst weiteres Wachstum.

Im März 2020 kam ein parlamentarischer Bericht aber zu dem Schluss, dass die Bank keine echte Reform vorgenommen und die Fed-Vorgaben zu ihrem Risikomanagement nicht eingehalten habe. Daraufhin brach der Aktienkurs der Großbank ein. Das führte zu der Sammelklage, die nun mit dem Milliarden-Vergleich beigelegt werden soll. Wells Fargo hat in den vergangenen Jahren für Vergleiche und Geldstrafen bereits Milliarden von Dollar zahlen müssen.

Lewis--TNT

Empfohlen

Deutsche Bischöfe beraten nach Landeswahlen über Demokratie in Deutschland

Im hessischen Fulda beginnt am Montag (14.30 Uhr) die viertägige Herbstvollversammlung der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Die mehr als 60 Bischöfe und Weihbischöfe beraten dort nach den zurückliegenden Landeswahlen auch über die Demokratie in Deutschland. Der Konferenzvorsitzende Heiner Wilmer aus Münster warnte vor den Urnengängen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin vor einer Wahl der AfD gewählt - diese gewann aber in den beiden Flächenländern.

Bundesverfassungsgericht wird 75 Jahre alt - Festakt mit Steinmeier und Merz

Zum 75. Jubiläum des Bundesverfassungsgerichts findet am Montag (11.00 Uhr) in Karlsruhe ein Festakt statt. Dazu werden in der Stadthalle neben Gerichtspräsident Stephan Harbarth und Vizepräsidentin Ann-Katrin Kaufhold auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erwartet. Die Stadt beteiligt sich außerdem mit Kunstaktionen auf dem Platz der Grundrechte in der Nähe des Gerichtsgebäudes.

Papst Leo XIV. sichert Missbrauchsopfern bei Treffen seinen Einsatz zu

Papst Leo XIV. hat Opfern sexueller Gewalt in der Kirche seinen Einsatz zugesagt, um weitere Fälle zu verhindern. Der Papst wolle mit ihnen zusammenarbeiten und "alles tun, damit das Unrecht, das sie erlitten haben, sich für andere nicht wiederholt", teilte der Vatikan am Sonntagabend mit.

Papst kritisiert Sterbehilfe: "Nicht alles, was legal ist, ist moralisch"

Papst Leo XIV. hat die in Frankreich vor kurzem legalisierte Sterbehilfe scharf kritisiert. "Es ist unmöglich, das Herbeiführen des Todes als normal anzusehen", sagte der Papst am Sonntag bei einer Begegnung mit kranken und behinderten Menschen im Pilgerort Lourdes. "Nicht alles, was legal ist, ist auch moralisch vertretbar", fügte er hinzu. Die Medizin dürfe sich niemals zum Gehilfen eines programmierten Todes machen.

Textgröße ändern: