The National Times - Lebenslange Haft für saarländischen Krankenpfleger wegen versuchten Mordes

Lebenslange Haft für saarländischen Krankenpfleger wegen versuchten Mordes


Lebenslange Haft für saarländischen Krankenpfleger wegen versuchten Mordes
Lebenslange Haft für saarländischen Krankenpfleger wegen versuchten Mordes

Das Landgericht Saarbrücken hat einen Krankenpfleger wegen fünffachen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen und versuchter gefährlicher Körperverletzung zu lebenslanger Haft verurteilt. Zudem erhielt der Mann ein lebenslanges Berufsverbot in der Pflege und im Rettungswesen, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Daniel B. aus Geltungssucht Patienten nicht verordnete Medikamente gegeben hatte.

Textgröße ändern:

Demnach arbeitete er in den Jahren 2015 und 2016 auf Intensivstationen in zwei saarländischen Kliniken. Dort gab er sechs Patienten nicht verordnete Herzkreislaufmedikamente. Dabei nahm er die erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands und den Tod der Menschen billigend in Kauf.

Obwohl einige Patienten starben, sahen Gericht und Staatsanwaltschaft jeweils einen Mordversuch und keinen vollendeten Mord. Ein kausaler Zusammenhang zwischen der Medikamentengabe und dem Tod der Patienten konnte nicht nachgewiesen werden.

Zwei Patienten überlebten die hervorgerufenen gesundheitlichen Probleme. Der Gesundheitszustand bei einer Patientin und einem Patienten verschlechterte sich infolge der Medikamentengabe deutlich, weswegen B. auch wegen zweifacher gefährlicher Körperverletzung verurteilt wurde.

Laut den Richtern handelte der Mann in der Absicht, sich durch Reanimationen unabhängig vom Erfolg emotionale Befriedigung sowie Anerkennung von Kollegen und Ärzten zu verschaffen. Die Staatsanwaltschaft forderte in ihrem Plädoyer lebenslange Haft und anschließende Sicherungsverwahrung. B.s Verteidigung plädierte auf Freispruch. Der 31-Jährige hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Der Fall erinnert an den Krankenpfleger Niels Högel, der wegen der Tötung von insgesamt 91 Intensivpatienten in zwei Krankenhäusern in Niedersachsen eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes verbüßt. Er verabreichte zwischen 2000 und 2005 massenhaft Patienten eigenmächtig Medikamente, um lebensbedrohliche Zustände auszulösen und sie anschließend wiederzubeleben. Viele Opfer starben dabei.

S.Ross--TNT

Empfohlen

Zweite Reizgasattacke auf Restaurant in Dresden innerhalb weniger Tage

In Dresden ist es innerhalb weniger Tage zu zwei Reizgasangriffen in Restaurants gekommen. Am Samstagabend wurde die Feuerwehr ihren Angaben nach in ein Lokal im Stadtteil Niedersedlitz gerufen, weil unbekannte Täter dort einen reizgasartigen Stoff freigesetzt hätten. Etwa 80 bis 90 Menschen seien zum Zeitpunkt des Vorfalls dort gewesen, sie konnten das Gebäude selbstständig verlassen.

Nordrhein-Westfalen: 16-Jähriger landet mit Auto von Eltern in fremdem Vorgarten

Ein Jugendlicher ist im nordrhein-westfälischen Kerpen mit dem Auto seiner Eltern in einem fremden Vorgarten gelandet. Der 16-Jährige verlor bei der Fahrt durch den Ortsteil Balkhausen die Kontrolle über den Wagen und brach durch den Zaun, wie die Polizei im Rhein-Erft-Kreis am Sonntag mitteilte. Im Vorgarten sei das Auto dann stehen geblieben.

Bandenmitglieder nehmen in Gefängnissen in Guatemala mehr als 40 Wärter als Geiseln

Wegen der Verlegung von Bandenchefs in ein Hochsicherheitsgefängnis haben inhaftierte Bandenmitglieder in mehreren Haftanstalten in Guatemala mehr als 40 Gefängniswärter als Geiseln genommen. Bislang gebe es bei den Gefängnisaufständen keine Toten oder Verletzten, erklärte Innenminister Marco Antonio Villeda am Samstag (Ortszeit). Er schloss aus, für eine Freilassung der Geiseln mit den Häftlingen in Verhandlungen zu treten.

Acht Tote durch Schneebretter in Österreich - Lawinengefahr in Alpen derzeit hoch

Bei mehreren Lawinenabgängen in Österreich sind am Samstag acht Menschen ums Leben gekommen. Im Murtal in der Steiermark starben drei Mitglieder einer siebenköpfigen tschechischen Skitourengeher-Gruppe, wie die örtliche Polizei mitteilte. Im Salzburger Pongau starben laut Bergrettung durch zwei Lawinen in Bad Hofgastein und im Großarltal insgesamt fünf Menschen. In den Alpen ist die Lawinengefahr nach starken Schneefällen derzeit hoch, seit Ende der vergangenen Woche starben bereits 17 Skifahrer, darunter am Freitag ein Deutscher in der Schweiz.

Textgröße ändern: