The National Times - Bewährungsstrafe im Prozess um Zugunfall mit zwei getöteten Bahnarbeitern in Bayern

Bewährungsstrafe im Prozess um Zugunfall mit zwei getöteten Bahnarbeitern in Bayern


Bewährungsstrafe im Prozess um Zugunfall mit zwei getöteten Bahnarbeitern in Bayern
Bewährungsstrafe im Prozess um Zugunfall mit zwei getöteten Bahnarbeitern in Bayern

Das Amtsgericht im bayerischen Aschaffenburg hat im Prozess um einen Zugunfall mit zwei getöteten Bahnarbeitern einen 29-jährigen Sicherungsposten wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen. Er erhielt eine Strafe von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung, wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstag. Zudem muss er laut dem Urteil vom späten Mittwoch an die Hinterbliebenen der Toten jeweils 2000 Euro zahlen.

Textgröße ändern:

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann die Gleise im September 2020 nicht für den Zugverkehr gesperrt hatte. Unter "Außerachtlassung der ihm gebotenen Sorgfalt" verließ der Mann demnach seinen Posten und sah bei seiner Rückkehr, wie die Arbeiter den Sicherheitsabstand nicht einhielten. Laut Gericht wusste der 29-Jährige, dass er die Männer zum Verlassen des Gleisbereichs hätte auffordern und eine Gleissperrung anmelden müssen.

Stattdessen unterhielt er sich mit einem Kollegen und beschäftigte sich mit seinem Handy, ohne auf einfahrende Züge zu achten und die Arbeiter entsprechend zu warnen. Laut Anklage blieb in den Ermittlungen unklar, ob die Getöteten vor dem Unfall ihren zu geringen Sicherheitsabstand zum Gleis dem Angeklagten gemeldet hatten.

Die beiden Männer waren auf der Baustelle zwischen Stockstadt am Main und Mainaschaff am 1. September 2020 von einem Regionalzug erfasst und getötet worden. In dem Zug saßen 17 Menschen - sie blieben unverletzt.

W.Phillips--TNT

Empfohlen

Riesiges Waffenarsenal: Prozess gegen drei Angeklagte in Wuppertal begonnen

Rund acht Monate nach dem Fund eines großen Arsenals mit Kriegswaffen in einem Haus in Remscheid in Nordrhein-Westfalen müssen sich seit Montag drei Angeklagte vor dem Landgericht Wuppertal verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Hauptangeklagten, einem 60-Jährigen, vor, zahlreiche Kriegswaffen zum Weiterverkauf gelagert und an die beiden Mitangeklagten verkauft zu haben. Es soll sich um eines der größten Waffenfunde in Deutschland handeln.

Ferienbeginn in vier Bundesländern: Für Wochenende erneut Staus erwartet

Der ADAC erwartet wegen des Ferienbeginns in weiteren vier Bundesländern am kommenden Wochenende ein deutlich erhöhtes Reiseaufkommen. Mit Hamburg, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern starteten weitere Bundesländer in die Sommerferien, dazu komme ein erhöhtes Reiseaufkommen durch Urlauber aus Nachbarländern, teilte der Automobilklub am Montag in München mit. In den bevölkerungsreichsten Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Bayern steht der Ferienbeginn allerdings noch aus.

Zahl unerlaubter Einreisen im Juni auf niedrigstem Stand seit fünf Jahren

Die Bundespolizei hat an den deutschen Grenzen im Juni die niedrigste Zahl unerlaubter Einreisen seit fünf Jahren registriert. Wie die Behörde am Montag in Potsdam mitteilte, versuchten im vergangenen Monat, 3290 Menschen ohne gültige Papier nach Deutschland einzureisen. Dies waren 42 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Gut 2000 Menschen wurden beim Versuch, die Grenze unerlaubt zu überqueren, zurückgewiesen. Außerdem wurden 152 mutmaßliche Schleuser vorläufig festgenommen.

Baden-Württemberg: Mann und Frau sterben durch Schüsse in Offenburg

Im baden-württembergischen Offenburg sind am Montag durch Schüsse zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach Zeugenmeldungen über mehrere Schüsse entdeckten Polizisten einen toten Mann in der Hofeinfahrt eines Wohnhauses, wie die Beamten mitteilten. Außerdem wurde eine schwerstverletzte Frau entdeckt. Diese kam zunächst noch ins Krankenhaus, starb dort aber kurze Zeit später ebenfalls.

Textgröße ändern: