The National Times - Prozess gegen mutmaßliche Geldfälscher mit Mafiabezug in Düsseldorf begonnen

Prozess gegen mutmaßliche Geldfälscher mit Mafiabezug in Düsseldorf begonnen


Prozess gegen mutmaßliche Geldfälscher mit Mafiabezug in Düsseldorf begonnen
Prozess gegen mutmaßliche Geldfälscher mit Mafiabezug in Düsseldorf begonnen

Vor dem Landgericht Düsseldorf hat am Mittwoch ein Prozess gegen zwei mutmaßliche Mitglieder eines Falschgeldrings mit Bezug zur italienischen Mafiagruppierung Camorra begonnen. Das Verfahren begann mit der Verlesung der Anklage, wie ein Sprecher sagte. Der 56-Jährige Deutsche Salvatore L. und der 50 Jahre alte italienische Staatsangehörige Antimo d. R. müssen sich unter anderem wegen Betrugs, Falschgelddelikten, Drogenhandel, Verstößen gegen das Waffengesetz und Urkundenfälschung verantworten.

Textgröße ändern:

Die Straftaten begingen sie laut Anklagevorwurf in der Zeit von Dezember 2018 bis einschließlich September 2020 in Düsseldorf und anderen Orten. Die beiden Männer sollen ihren Lebensunterhalt unter anderem mit dem Handel kriminell erlangter Güter aus Italien bestritten haben. Der italienische Angeklagte soll die Güter in Italien beschafft haben, während L. in Deutschland Käufer angeworben habe. Auch Autohehlerei wird ihnen zur Last gelegt.

Mit weiteren Mittätern betrieben die beiden laut Anklagevorwurf einen schwunghaften internationalen Handel mit gefälschten Euroscheinen von hoher Qualität. Der 50-Jährige soll im Raum Neapel über ein Netzwerk professioneller Fälscher, Fahrer und Transporteure verfügt haben.

Der deutsche Angeklagte soll das Falschgeld in Deutschland vertrieben habe. Ausgangspunkt des Verfahrenskomplexes waren dem Gericht zufolge Angaben von Vertrauenspersonen sowie eine Telefonüberwachung. Für das verfahren sind zunächst mehr als 20 Verhandlungstage bis Ende Juli angesetzt.

Im Mai vergangenen Jahres gingen Ermittler mit einer groß angelegten Razzia gegen den internationalen Falschgeldring vor. Vier Tatverdächtige wurden damals nach Polizeiangaben festgenommen und 80 weitere Beschuldigte in Deutschland und im europäischen Ausland ermittelt. Dafür kooperierten die deutschen Ermittler auch mit den italienischen Behörden.

S.O'brien--TNT

Empfohlen

Drohender Ausschluss: Chef von arabisch-israelischer Partei zieht Kandidatur für Knesset zurück

Der Vorsitzende der arabisch-israelischen Oppositionspartei Balad, Sami Abu Schehadeh, zieht angesichts eines drohenden Ausschlusses von der Parlamentswahl seine Kandidatur für einen Sitz in der Knesset zurück. Schehadeh traf die Entscheidung, nachdem der Oberste Gerichtshof ihm am Donnerstag im Zusammenhang mit Äußerungen über den Großangriff der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023 einen Rückzug nahegelegt hatte. Die Mehrheit der Richter befürwortete einen formalen Ausschluss des Politikers und gab ihm bis Freitag Zeit, einem Urteil zuvorzukommen.

Vor Präsidentenwahl in Brasilien: Polizei untersucht möglichen Sprengsatz vor Oberstem Gericht

Drei Tage vor Beginn der Präsidentschaftswahl in Brasilien ist vor dem höchsten Gericht des Landes womöglich ein Sprengsatz abgestellt geworden. Die Polizei untersuche den vor dem Gerichtsgebäude in der Hauptstadt Brasília abgestellten Rucksack, teilte der Oberste Gerichtshof am Donnerstag (Ortszeit) mit. Nach Angaben der Polizei wurde ein Verdächtiger festgenommen.

Fehlgeschlagene Hinrichtung von US-Todeskandidatin: Rufe nach Aus für Todesstrafe

Nach der fehlgeschlagenen Hinrichtung einer US-Todeskandidatin dringen Menschenrechtler auf die Abschaffung der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten. Nach Amnesty International erklärte auch UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk am Donnerstag: "Die Todesstrafe hat in keiner Gesellschaft einen Platz." Türk forderte Gnade für die verurteilte Mörderin Christa Pike, die zwei Giftspritzen überlebt hatte.

Schülerproteste in Frankreich: Regierung gibt Linkspopulisten Mitschuld

Angesichts der gewaltsamen Schülerproteste hat die französische Regierung der linkpopulistische Partei LFI eine Mitschuld für die Ausschreitungen gegeben. Die Protestbewegung sei "ein organisiertes Manöver der LFI und ihrer linksextremen Verbündeten", erklärte das Amt das Premierministers unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst am Donnerstag. Bis zum Nachmittag war es in zahlreichen Städten zu teils heftigen Ausschreitungen gekommen; es gab größere Brände und auch Angriffe auf Schulpersonal und Sicherheitskräfte.

Textgröße ändern: