The National Times - Mindestens vier Tote durch Schüsse bei Teenager-Geburtstagsparty in den USA

Mindestens vier Tote durch Schüsse bei Teenager-Geburtstagsparty in den USA


Mindestens vier Tote durch Schüsse bei Teenager-Geburtstagsparty in den USA
Mindestens vier Tote durch Schüsse bei Teenager-Geburtstagsparty in den USA / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Durch Schüsse bei einer Geburtstagsfeier von Jugendlichen sind in den USA mindestens vier Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt worden, die meisten davon Minderjährige. Der jüngste Fall von tödlicher Schusswaffengewalt in den USA ereignete sich laut Medienberichten am Samstagabend in einem Tanzsaal im Bundesstaat Alabama, wo ein Mädchen seinen 16. Geburtstag feierte. Die Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unklar. US-Präsident Joe Biden äußerte sich entsetzt.

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"Was ist aus unserer Nation geworden, wenn Kinder nicht mehr ohne Angst zu einer Geburtstagsparty gehen können?", fragte Biden in einer Erklärung. Der US-Präsident setzt sich seit langem für eine Verschärfung der Waffengesetze ein. "Schusswaffen sind für die meisten Todesfälle von Kindern in Amerika verantwortlich, und die Zahlen steigen statt zu sinken. Das ist empörend und inakzeptabel", beklagte Biden.

Die Polizei in der Kleinstadt Dadeville nannte zunächst keinerlei Details zum Hergang der Tat und möglichen Hintergründen. Der Lokalsender WRBL berichtete, die Ermittler vermuteten einen Streit unter Partygästen als Auslöser der Gewalttat. Ein Behördensprecher rief Zeugen auf, sich zu melden. Nach seinen Worten wurden mindestens 28 Menschen verletzt, die meisten davon Jugendliche.

Alabamas Gouverneurin Kay Ivey erklärte am Sonntag, sie trauere mit den Bewohnern von Dadeville. "Gewaltkriminalität hat keinen Platz in unserem Bundesstaat", betonte sie.

Ihr Enkel sei unter den Todesopfern, sagte Annette Allen der Zeitung "Montgomery Advertiser". Es war seine Schwester Alexis, die bei der Party ihren 16. Geburtstag feierte, als plötzlich Schüsse fielen. "Er war ein sehr bescheidenes Kind. Hatte nie Ärger, immer ein Lächeln auf den Lippen", sagte Allen über den Jungen, der in wenigen Wochen seinen Highschool-Abschluss machen sollte. "Alle trauern", sagte sie über den Ort mit rund 3000 Einwohnern.

Das Waffenrecht ist in den USA ein höchst umstrittenes Thema. In dem Land, in dem das Recht auf Waffenbesitz in der Verfassung verankert ist, gibt es Schätzungen zufolge mehr als 393 Millionen Schusswaffen im Besitz der Bevölkerung. Damit kommen auf 100 Einwohner 120 Schusswaffen. Immer wieder kommt es zu Schusswaffenangriffen mit Todesopfern.

Der Vorfall in Dadeville ereignete sich am 16. Jahrestag der folgenschwersten Universitäts-Schießerei in der Geschichte des Landes, bei der im Jahr 2007 in Virginia 32 Menschen getötet worden waren.

Ebenfalls am Samstagabend wurden in Louisville im Bundesstaat Kentucky zwei Menschen in einem belebten Park erschossen. In der selben Stadt hatte nur Tage zuvor ein Bankangestellter an seinem Arbeitsplatz fünf Menschen erschossen.

Allein seit Jahresbeginn ereigneten sich der Nichtregierungsorganisation Gun Violence Archive zufolge in den USA 163 Schuswaffenangriffe mit mindestens vier verletzten oder getöteten Menschen.

R.Evans--TNT

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