The National Times - Mann hält Telekom-Techniker gefangen - Gericht verhängt 3600 Euro Geldstrafe

Mann hält Telekom-Techniker gefangen - Gericht verhängt 3600 Euro Geldstrafe


Mann hält Telekom-Techniker gefangen - Gericht verhängt 3600 Euro Geldstrafe
Mann hält Telekom-Techniker gefangen - Gericht verhängt 3600 Euro Geldstrafe / Foto: © AFP/Archiv

Wegen Freiheitsberaubung eines Technikers ist ein Mann am Mittwoch vom Hamburger Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 3600 Euro verurteilt worden. Nach Angaben eines Sprechers sah es Gericht als erwiesen an, dass der 55-Jährige den Mitarbeiter eines Telekommunikationsanbieters gemeinsam mit seiner 85-jährigen Mutter aus Verärgerung rund eine Stunde in deren Wohnung festhielt. Das Verfahren gegen seine ebenfalls angeklagte Mutter wurde zuvor krankheitsbedingt abgetrennt.

Textgröße ändern:

Der Techniker sollte vor etwa einem Jahr in der Hamburger Wohnung der Mutter einen Internetanschluss auf Glasfaser umstellen, wobei es aber zu einem Konflikt während der Ausführungen der Arbeiten kam. Nach Feststellungen des Gerichts wurde der Angeklagte "ungehalten", woraufhin der Mitarbeiter des Unternehmens seinen Auftrag abbrechen und die Wohnung verlassen wollte.

Daran hinderte ihn der 55-Jährige allerdings, indem er die Wohnungstür von innen abschloss und den Schlüsse abzog. Gemeinsam mit seiner betagten Mutter sperrte er den Techniker außerdem für etwa 15 Minuten gegen dessen Willen in einem Badezimmer ein. Der Geschädigte rief die Polizei, die ihn dann befreite.

Zu dem Prozess kam es nur, weil der Beschuldigte und seine Mutter sich gegen von der Staatsanwaltschaft verhängte Strafbefehle über eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen wehrten. Laut Gerichtssprecher bestritt der Mann die Vorwürfe und zeigte keine Reue. Wegen Widersprüchen in dessen Angaben und mit Blick auf Zeugenaussagen des Opfers und einer Polizistin sah es das Gericht aber als erwiesen an, dass sich die Vorgänge im Wesentlichen wie angeklagt zutrugen.

M.Davis--TNT

Empfohlen

Papst kritisiert Sterbehilfe: "Nicht alles, was legal ist, ist moralisch"

Papst Leo XIV. hat die in Frankreich vor kurzem legalisierte Sterbehilfe scharf kritisiert. "Es ist unmöglich, das Herbeiführen des Todes als normal anzusehen", sagte der Papst am Sonntag bei einer Begegnung mit kranken und behinderten Menschen im Pilgerort Lourdes. "Nicht alles, was legal ist, ist auch moralisch vertretbar", fügte er hinzu. Die Medizin dürfe sich niemals zum Gehilfen eines programmierten Todes machen.

Reisebus kommt von Autobahn ab: Zwei Tote und mehrere Schwerverletzte in Bayern

Bei einem Unfall mit einem Reisebus auf der Autobahn 96 in Oberbayern sind zwei Passagiere getötet und mehrere weitere schwer verletzt worden. Das mit 35 Menschen besetzte Fahrzeug kam am Sonntagmorgen bei Landsberg am Lech von der Autobahn ab und kippte auf die Seite, wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte. Gegen den 40-jährigen Busfahrer wurde ein Verfahren wegen des Verdachts fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr eingeleitet.

Tödliche Attacke auf Frau in Hessen: Ehemann nach Großfahndung gefasst

Im hessischen Obertshausen ist eine 51-Jährige bei einer mutmaßlich von ihrem Ehemann verübten Attacke tödlich verletzt worden. Einsatzkräfte nahmen den zunächst flüchtigen 57-Jährigen noch in der Nacht zu Sonntag nach einer Großfahndung im nahegelegenen Klein-Krotzenburg fest, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Offenbach mitteilten. Er leistete demnach keinen Widerstand.

Papst Leo XIV. in Frankreich: Große Messen und Gespräch mit Missbrauchsopfern

Messfeiern im Großformat und persönliche Treffen mit Missbrauchsopfern: Papst Leo XIV. hat bei seinem Besuch in Frankreich viel Zuspruch erhalten und zugleich Missstände innerhalb der katholischen Kirche thematisiert. Nach einem begeisterten Empfang des Papstes in Paris, wo am Samstag 800.000 Menschen zu einer Messe auf der Place de la Concorde und den Champs-Elysées kamen, sprach Leo XIV. am Sonntag im Pilgerort Lourdes die "schmerzhafte Wunde" des Missbrauchs in Pfarreien und katholischen Schulen an.

Textgröße ändern: