The National Times - Französische Justiz will drei Vertreter der syrischen Führung vor Gericht stellen

Französische Justiz will drei Vertreter der syrischen Führung vor Gericht stellen


Französische Justiz will drei Vertreter der syrischen Führung vor Gericht stellen
Französische Justiz will drei Vertreter der syrischen Führung vor Gericht stellen / Foto: © SPUTNIK/AFP/Archiv

Wegen mutmaßlicher Folter und des Todes eines Angestellten der französischen Schule in Damaskus und dessen Sohnes will die französische Justiz drei hochrangige Vertreter der syrischen Führung vor Gericht stellen. Die Anklage laute auf Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen, wie AFP am Dienstag aus Justizkreisen erfuhr. Gegen die drei Verdächtigen liegen internationale Haftbefehle vor.

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Mazzen Dabbagh und sein damals 20 Jahre alter Sohn Patrick, die sowohl die syrische als auch die französische Staatsangehörigkeit hatten, waren 2013 vom Geheimdienst der syrischen Luftwaffe festgenommen und mutmaßlich gefoltert worden. Nach Informationen der Menschenrechtsliga wurden beide von Zeugen in einem berüchtigten Folterzentrum des Geheimdienstes gesehen.

Die Gründe für die Festnahmen blieben unklar. Weder der Vater noch der Sohn hätten sich an Protesten gegen die syrische Führung beteiligt, betont die Menschenrechtsliga. 2018 erhielt die Familie die Nachricht, dass beide Männer in Haft an einem Infarkt gestorben seien, Patrick bereits 2014, sein Vater knapp vier Jahre später.

Die französische Justiz hatte bereits 2018 internationale Haftbefehle gegen die drei Verdächtigen erlassen: Ali Mamluk, ein Berater des syrischen Machthabers Baschar al-Assad, sowie Dschamil Hassan, der frühere Chef des Geheimdienstes der Luftwaffe, und Abdel Salam Mahmud, der ebenfalls dem Geheimdienst angehört.

Im selben Jahr erließ auch die deutsche Justiz einen Haftbefehl gegen Hassan. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, mitverantwortlich zu sein für die Folter und unmenschliche Behandlung von mehreren tausend Gefangenen.

F.Lim--TNT

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