The National Times - Lebenslange Haft nach Mord an 25-Jähriger und Verscharren von Leiche im Wald

Lebenslange Haft nach Mord an 25-Jähriger und Verscharren von Leiche im Wald


Lebenslange Haft nach Mord an 25-Jähriger und Verscharren von Leiche im Wald
Lebenslange Haft nach Mord an 25-Jähriger und Verscharren von Leiche im Wald / Foto: © AFP/Archiv

Rund acht Monate nach der Erdrosselung seiner 25-jährigen Nachbarin im nordrhein-westfälischen Greven ist ein Angeklagter vom Landgericht Münster zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Der 26 Jahre alte Mann wurde wegen Mordes und versuchten Mordes verurteilt, sagte eine Gerichtssprecherin am Montag. Der Mann tötete die Frau, in die er verliebt gewesen sein soll, zunächst auf einem Ackerfeld und verscharrte deren Leiche in einem Wald.

Textgröße ändern:

Dem Gericht zufolge sahen es die Richter als erwiesen an, dass der Mann die 25-Jährige im August 2022 zunächst von einem Volksfest abholte und anschließend tötete. Vor der Tat kam es zwischen beiden zu einem Streit auf offener Straße. Der Angeklagte soll der Frau vorgeworfen haben, Kontakt mit ihrem ehemaligen Freund aufgenommen zu haben.

Einige Monate zuvor hatte sich zwischen dem Angeklagten und der Frau, die beide dasselbe Mehrfamilienhaus bewohnten, eine intime Freundschaft entwickelt. Von ihrer Zurückweisung fühlte sich der 26-Jährige demnach gekränkt.

Während des Streits schlug er die junge Frau mehrfach und erwürgte sie danach auf einem nahen Acker. Laut Rechtsmedizinern starb die Frau zu diesem Zeitpunkt. Der Sprecherin zufolge ging der Mann eineinhalb Stunden später zurück an den Tatort, weil er sich unsicher war, ob die Frau bereits tot war.

Den Angaben zufolge legte er die Frau in den Kofferraum seines Fahrzeugs und brachte sie zu einem rund zehn Kilometer entfernten Waldstück nach Saerbeck im Kreis Steinfurt. Mit einem Messer stach er der Frau in Hals und Bauch. Da die Frau bereits tot war, wertete das Gericht diese zweite, abgetrennt zu bewertende Tat als versuchten Mord, wie die Sprecherin sagte.

Die Staatsanwaltschaft forderte lebenslange Haft. Eine ebenfalls beantragte Anerkennung der besonderen Schwere der Schuld lehnte das Gericht ab. Die Verteidigung plädierte auf Totschlag. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

P.Johnston--TNT

Empfohlen

Papst kritisiert Sterbehilfe: "Nicht alles, was legal ist, ist moralisch"

Papst Leo XIV. hat die in Frankreich vor kurzem legalisierte Sterbehilfe scharf kritisiert. "Es ist unmöglich, das Herbeiführen des Todes als normal anzusehen", sagte der Papst am Sonntag bei einer Begegnung mit kranken und behinderten Menschen im Pilgerort Lourdes. "Nicht alles, was legal ist, ist auch moralisch vertretbar", fügte er hinzu. Die Medizin dürfe sich niemals zum Gehilfen eines programmierten Todes machen.

Reisebus kommt von Autobahn ab: Zwei Tote und mehrere Schwerverletzte in Bayern

Bei einem Unfall mit einem Reisebus auf der Autobahn 96 in Oberbayern sind zwei Passagiere getötet und mehrere weitere schwer verletzt worden. Das mit 35 Menschen besetzte Fahrzeug kam am Sonntagmorgen bei Landsberg am Lech von der Autobahn ab und kippte auf die Seite, wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte. Gegen den 40-jährigen Busfahrer wurde ein Verfahren wegen des Verdachts fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr eingeleitet.

Tödliche Attacke auf Frau in Hessen: Ehemann nach Großfahndung gefasst

Im hessischen Obertshausen ist eine 51-Jährige bei einer mutmaßlich von ihrem Ehemann verübten Attacke tödlich verletzt worden. Einsatzkräfte nahmen den zunächst flüchtigen 57-Jährigen noch in der Nacht zu Sonntag nach einer Großfahndung im nahegelegenen Klein-Krotzenburg fest, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Offenbach mitteilten. Er leistete demnach keinen Widerstand.

Papst Leo XIV. in Frankreich: Große Messen und Gespräch mit Missbrauchsopfern

Messfeiern im Großformat und persönliche Treffen mit Missbrauchsopfern: Papst Leo XIV. hat bei seinem Besuch in Frankreich viel Zuspruch erhalten und zugleich Missstände innerhalb der katholischen Kirche thematisiert. Nach einem begeisterten Empfang des Papstes in Paris, wo am Samstag 800.000 Menschen zu einer Messe auf der Place de la Concorde und den Champs-Elysées kamen, sprach Leo XIV. am Sonntag im Pilgerort Lourdes die "schmerzhafte Wunde" des Missbrauchs in Pfarreien und katholischen Schulen an.

Textgröße ändern: