The National Times - Prozess gegen zwei mutmaßliche IS-Mitglieder in Celle begonnen

Prozess gegen zwei mutmaßliche IS-Mitglieder in Celle begonnen


Prozess gegen zwei mutmaßliche IS-Mitglieder in Celle begonnen
Prozess gegen zwei mutmaßliche IS-Mitglieder in Celle begonnen / Foto: © AFP/Archiv

Vor dem Oberlandesgericht Celle müssen sich seit Donnerstag zwei mutmaßliche IS-Mitglieder verantworten, die unter anderem an Propagandadokumenten mitgearbeitet haben sollen. Dem 61 Jahre alten deutschen Staatsbürger Aleem N. wirft die Anklage außerdem vor, zwei Anschläge vorbereitet zu haben. N. und der 26 Jahre alte staatenlose Mahmoud A. S. sollen seit Jahren Anhänger radikalislamischer Ideen sein und sich spätestens seit 2017 mit der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) identifizieren.

Textgröße ändern:

N. soll in den Jahren 2020 und 2021 versucht haben, sich dem IS in Syrien oder Pakistan anzuschließen, um dort an Kämpfen oder Anschlägen teilzunehmen. Dies sei allerdings gescheitert, erklärte die Bundesanwaltschaft bei Anklageerhebung. Nach seiner ersten Rückkehr nach Deutschland 2020 habe N. damit begonnen, Propagandadokumente ins Deutsche zu übersetzen und zu verbreiten.

A. S. habe ihm dabei geholfen, indem er ihm ab 2022 Dokumente zugänglich gemacht sowie Kontakte und technische Unterstützung vermittelt habe. Er sei selbst spätestens ab Herbst 2021 IS-Mitglied gewesen und habe an Propagandadokumenten mitgearbeitet und Spendengelder gesammelt. Zudem habe er sich an der Organisation der Ausreise potenzieller IS-Kämpfer beteiligt. Ab dem Frühjahr 2022 habe er sich ebenfalls darum bemüht, nach Syrien zu gelangen.

Beide Männer sollen einer IS-Chatgruppe angehört haben, über die Propaganda koordiniert wurde. N. wurde im Juni 2022 festgenommen, A. S. im Oktober. Beide sitzen in Untersuchungshaft. Das Gericht hat derzeit für verschiedene Verhandlungstage bis Ende Mai Zeugen geladen.

R.Evans--TNT

Empfohlen

Tödliche Attacke auf Frau in Hessen: Ehemann nach Großfahndung gefasst

Im hessischen Obertshausen ist eine 51-Jährige bei einer mutmaßlich von ihrem Ehemann verübten Attacke tödlich verletzt worden. Einsatzkräfte nahmen den zunächst flüchtigen 57-Jährigen noch in der Nacht zu Sonntag nach einer Großfahndung im nahegelegenen Klein-Krotzenburg fest, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Offenbach mitteilten. Er leistete demnach keinen Widerstand.

Papst Leo XIV. in Frankreich: Große Messen und Gespräch mit Missbrauchsopfern

Messfeiern im Großformat und persönliche Treffen mit Missbrauchsopfern: Papst Leo XIV. hat bei seinem Besuch in Frankreich viel Zuspruch erhalten und zugleich Missstände innerhalb der katholischen Kirche thematisiert. Nach einem begeisterten Empfang des Papstes in Paris, wo am Samstag 800.000 Menschen zu einer Messe auf der Place de la Concorde und den Champs-Elysées kamen, sprach Leo XIV. am Sonntag im Pilgerort Lourdes die "schmerzhafte Wunde" des Missbrauchs in Pfarreien und katholischen Schulen an.

Papst Leo XIV. feiert Messe unter freiem Himmel in Lourdes

Am dritten Tag seiner Frankreich-Reise feiert Papst Leo XIV. im Pilgerort Lourdes erneut eine große Messe unter freiem Himmel. Seit dem frühen Morgen strömten Gläubige zu dem Platz vor dem Marienheiligtum, wo der Altar unter einem Zelt aufgebaut war. Bei seiner Ankunft im Papamobil wurde Leo XIV. mit Beifall begrüßt. Die Organisatoren rechneten mit 150.000 Teilnehmern. An der Messe am Vortag in Paris hatten 800.000 Menschen teilgenommen, deutlich mehr als erwartet.

Reisebus kommt von Autobahn ab: Zwei Tote und acht Schwerverletzte in Bayern

Bei einem Unfall mit einem Reisebus auf der Autobahn 96 in Oberbayern sind am Sonntag zwei Passagiere getötet und acht weitere schwer verletzt worden. Der mit rund 50 Menschen besetzte Bus kam bei Landsberg am Lech von der Autobahn ab und kippte auf die Seite, wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte. Er war demnach auf der Fahrt vom schweizerischen Zürich ins italienische Mailand. An Bord waren philippinische Staatsbürger.

Textgröße ändern: