The National Times - 20.000 Menschen bei 22 Demonstrationen und Protesten zur Sicherheitskonferenz

20.000 Menschen bei 22 Demonstrationen und Protesten zur Sicherheitskonferenz


20.000 Menschen bei 22 Demonstrationen und Protesten zur Sicherheitskonferenz
20.000 Menschen bei 22 Demonstrationen und Protesten zur Sicherheitskonferenz / Foto: © AFP

Etwa 20.000 Menschen haben anlässlich der Sicherheitskonferenz in München bei insgesamt 22 Aktionen am Wochenende demonstriert. Die Polizei war mit einem Großaufgebot von 4500 Beamten im Einsatz - wie sie am Sonntag mitteilte, verliefen die Versammlungen weitgehend friedlich. Bei mehreren Demonstrationen wurde gegen die iranische Regierung protestiert, außerdem versammelten sich sogenannte Querdenker und Gegnerinnen und Gegner der Sicherheitskonferenz.

Textgröße ändern:

Nach bisherigem Kenntnisstand seien 22 Straftaten und drei Ordnungswidrigkeiten aufgenommen worden, teilte die Polizei in ihrer Abschlussbilanz am Sonntagnachmittag mit. Darunter seien etwa gefährliche Körperverletzung, das Werfen von Pyrotechnik, tätlicher Angriff auf Polizeibeamte, Verstöße gegen das Versammlungsgesetz und das Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole. 33 Menschen seien vorübergehend festgenommen worden, aber alle inzwischen wieder freigelassen.

Münchens Polizeivizepräsident Michael Dibowski zeigte sich zufrieden. "Hoch motivierte Einsatzkräfte haben dafür gesorgt, dass die Sicherheit das ganze Wochenende über sowohl für die Bevölkerung als auch für die Konferenzteilnehmer gewährleistet wurde", erklärte er.

Die größte Demonstration fand am Samstag statt. Zur Auftaktkundgebung des Querdenker-Bündnisses "München steht auf" trafen sich laut Polizei bis zu 10.000 Menschen am Königsplatz. Bei der Schlusskundgebung sei einem Journalisten ein Handy geraubt worden, die Polizei habe einen Tatverdächtigen festgenommen.

Auch bei einer AfD-Demonstration mit etwa 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern kam es zu einigen Vorfällen. Etwa 300 Menschen hätten sich unangemeldet zusammengefunden und seien die Demonstrierenden der AfD teils "verbal aggressiv" angegangen, erklärte die Polizei. Polizeibeamte hätten verhindert, dass die beiden Gruppen unmittelbar aufeinandertrafen.

Eine Demonstrantin hätte dabei einem Polizisten mit der Hand ins Gesicht geschlagen, sie sei vorläufig festgenommen worden. Ein anderer Polizist sei mit dem Stock einer Fahne angegriffen worden, auch hier wurde ein Mensch wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung festgenommen. Zudem wurde laut Polizei Feuerwerk geworfen.

Am Protest des "Aktionsbündnisses gegen die Nato-Sicherheitskonferenz", einem vor allem linksgerichteten Bündnis von Gegnerinnen und Gegnern der Sicherheitskonferenz, nahmen am Samstag in der Spitze 2400 Menschen teil. Gleichzeitig bildeten bis zu 300 Demonstrierende eine Menschenkette durch die Fußgängerzone vom Stachus zum Marienplatz. Zusätzlich gab es am Odeonsplatz noch eine pro-ukrainische Demonstration.

Am Samstag und Sonntag fanden außerdem mehrere Demonstrationen gegen die iranische Regierung statt, hunderte Menschen gingen zur Unterstützung der iranischen Protestbewegung auf die Straße. Der Iran war eines der Hauptthemen der Sicherheitskonferenz.

N.Taylor--TNT

Empfohlen

Leo XIV. feiert in Paris Messe mit 800.000 Menschen

Bei einer Freiluftmesse im Herzen von Paris haben am Samstag hunderttausende Menschen an einem Gottesdienst mit Papst Leo XIV. teilgenommen. Nach Schätzungen des Vatikans versammelten sich etwa 800.000 Menschen zu der Messe im Zentrum der französischen Hauptstadt. Zuvor war der Papst im Papamobil über die Champs-Elysées gefahren, wo er von zahlreichen Gläubigen bejubelt wurde.

Toter in Grundstückseinfahrt in Bayern entdeckt - Kriminalpolizei ermittelt

Im bayerischen Seefeld ist ein 66-Jähriger tot in seiner Grundstückseinfahrt entdeckt worden - nun ermittelt die Kriminalpolizei. Wie am Samstag die Polizei in Ingolstadt mitteilte, wurde der Tote am Freitagmorgen kurz vor sieben Uhr gemeldet. Er befand sich demnach in der Einfahrt neben seinem Auto. Den ersten Erkenntnissen zufolge bestehen "konkrete Anhaltspunkte für eine Fremdeinwirkung".

Sechs Tote bei Wohnhaus-Explosion in Athen - Vier US-Touristen unter den Opfern

Bei der Explosion eines Wohnhauses im Zentrum von Athen sind mindestens sechs Menschen getötet worden, darunter vier Touristen aus den USA. Bei den beiden weiteren Opfern handele es sich um einen Briten und seine griechische Ehefrau, berichtete am Samstag das griechische Staatsfernsehen. Die Explosion hatte sich am Freitagmorgen im Stadtteil Plaka direkt unterhalb der berühmten Akropolis ereignet, sie wurde offenbar durch ein Gasleck ausgelöst.

Nach Explosion in Athen Leichen von zwei US-Touristen aus Trümmern geborgen

Nach der Explosion in einem Wohnhaus in der Altstadt von Athen haben Helfer die Leichen eines Touristenpaars aus den USA aus den Trümmern geborgen. Die US-Bürger hätten eine Wohnung im ersten Stock des Gebäudes gemietet gehabt, berichteten die griechischen Rettungskräfte am Samstag. Die Behörden wollten sich zunächst nicht zur Identität der Todesopfer äußern. Ersten Erkenntnissen zufolge war die Explosion durch ein Gasleck verursacht worden.

Textgröße ändern: