The National Times - 25 Angeklagte wegen eines Pferdefleischskandals in Marseille vor Gericht

25 Angeklagte wegen eines Pferdefleischskandals in Marseille vor Gericht


25 Angeklagte wegen eines Pferdefleischskandals in Marseille vor Gericht
25 Angeklagte wegen eines Pferdefleischskandals in Marseille vor Gericht / Foto: © AFP/Archiv

Wegen eines Pferdefleischskandals müssen sich seit Montag 25 Angeklagte in Marseille vor Gericht verantworten. Sie stehen im Verdacht, Pferde, die von einem Pharmaunternehmen unter anderem zur Produktion von Antitollwut-Serum benutzt worden waren, illegal am Metzger verkauft zu haben. Nach Einschätzung von Experten war damit zwar kein Gesundheitsrisiko für Verbraucher verbunden, tatsächlich aber war das Fleisch der Laborpferde für den menschlichen Verzehr verboten.

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Die Angeklagten, unter ihnen Tierärzte und Pferdehändler, sind unter anderem wegen Warentäuschung und wegen Fälschung offizieller Dokumente angeklagt. Die Affäre war 2012 in Folge eines anonymen Briefs bekannt geworden.

Ein Labor von Sanofi-Pasteur in Alban-la-Romaine im Süden Frankreichs hatte von einem Pferdehändler regelmäßig ehemalige Rennpferde gekauft. Sie wurden genutzt, um Antikörper für Impfstoffe gegen Tollwut und Tetanus zu produzieren. Pferde sind dafür bekannt, besonders viele Antikörper zu entwickeln. Diese Pferde hätten anschließend nicht an Metzger verkauft werden dürfen, was mithilfe gefälschter Papiere aber im großen Ausmaß geschah.

Ein erstes Verfahren gegen einen Tierarzt und mehrere Angestellte eines Schlachtbetriebs war eingestellt worden. Die Richter sahen keinen Hinweis darauf, dass die Angeklagten "aus böser Absicht" gehandelt hätten.

F.Morgan--TNT

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