The National Times - Lebenslange Haft für 33-Jährige wegen Mordes an neugeborenem Sohn in Sachsen

Lebenslange Haft für 33-Jährige wegen Mordes an neugeborenem Sohn in Sachsen


Lebenslange Haft für 33-Jährige wegen Mordes an neugeborenem Sohn in Sachsen
Lebenslange Haft für 33-Jährige wegen Mordes an neugeborenem Sohn in Sachsen / Foto: © AFP/Archiv

Mehr als ein Jahr nach dem Fund eines toten Babys im sächsischen Wurzen ist die Mutter zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Leipzig sprach die 33-Jährige am Mittwochabend des Mords an ihrem neugeborenen Sohn schuldig, wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstag sagte. Die Staatsanwaltschaft hatte eine mildere Strafe gefordert, nämlich zwölf Jahre Haft wegen besonders schweren Totschlags.

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Die aus Ungarn stammende Frau hatte in Wurzen in einer Fabrik gearbeitet und in einer Gemeinschaftsunterkunft gelebt, wo sie das Baby zur Welt gebracht haben soll. Ein Mann fand die Leiche im November 2021. Sie lag in eine Tüte eingewickelt in einer Tiefkühltruhe der Unterkunft. Die Obduktion ergab, dass das Kind bei der Geburt gelebt hatte. Die Frau und zunächst auch der mutmaßliche Kindsvater wurden festgenommen, angeklagt wurde schlussendlich aber nur die Mutter.

Sie gab an, dass jemand ihr das Baby entrissen habe und sie unschuldig sei. Ihr Anwalt forderte vor Gericht einen Freispruch oder hilfsweise die Verurteilung wegen Totschlags. Es sei nicht nachgewiesen, dass die Frau das Kind getötet habe. Das Gericht zeigte sich aber davon überzeugt, dass es sich um Mord handelte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, innerhalb einer Woche kann die Frau Revision einlegen. Der Haftbefehl wurde aber aufrechterhalten, wie die Gerichtssprecherin weiter sagte.

O.Nicholson--TNT

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