The National Times - Sieben Tote durch Orkantief in Europa

Sieben Tote durch Orkantief in Europa


Sieben Tote durch Orkantief in Europa
Sieben Tote durch Orkantief in Europa

Wie Deutschland haben auch mehrere weitere Länder in Europa am Freitag mit den Auswirkungen eines neuen Orkantiefs gekämpft. Durch den international "Eunice" und in Deutschland "Zeynep" genannten Sturm kamen in Großbritannien, Irland, Belgien und den Niederlanden mindestens sieben Menschen ums Leben. Vielerorts stürzten Bäume um, der Bahn- und Flugverkehr war europaweit massiv behindert, teilweise wurde die Stromversorgung unterbrochen.

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Vom Atlantik kommend krachte "Eunice" auf Irland und Großbritannien, wo für viele Landesteile die seltene höchste Wetterwarnung "Rot" ausgegeben wurde - also "Gefahr für das Leben" bestand. Auf der Isle of Wight vor Englands Südküste traf "Eunice" mit Rekord-Windgeschwindigkeiten von 196 Stundenkilometern auf Land. Dies sei nach vorläufiger Einschätzung "die stärkste jemals in England gemessene Bö", teilte die britische Wetterbehörde Met Office mit.

Für London gab die Wetterbehörde erstmals seit Einführung dieser Kategorisierung 2011 die Warnstufe "Rot" aus. Die Straßen der Hauptstadt waren nahezu menschenleer. Eine Frau starb nach Polizeiangaben, als ein vom Wind herausgerissener Baum auf ihr Auto krachte. Im Millennium Dome im Südosten Londons zerstörte der Wind große Teile des Daches. Bei der Londoner Feuerwehr gingen innerhalb von rund zwei Stunden 550 Notrufe ein. Im Nordwesten Englands wurde ein Mann getötet, als herumwirbelnde Gegenstände die Windschutzscheibe seines Wagens trafen.

In England fiel in mehr als 140.000 Haushalten der Strom aus, wie der Netzbetreiber mitteilte. Auf den Londoner Flughäfen wurden hunderte Flüge gestrichen. Am Flughafen von Gatwick, wo Windgeschwindigkeiten bis zu 125 Kilometer pro Stunde gemessen wurden, musste ein Easyjet-Flieger zweimal die Landung abbrechen und dann ins französische Bordeaux zurückkehren.

Auch der Fährverkehr über den Ärmelkanal nach Frankreich, wo es ebenfalls zu Sturmfluten an den Küsten und Schäden kam, wurde ausgesetzt. In Wales stellten alle Züge und Busse ihre Fahrten ein. Die britische Armee wurde wegen des Sturms in Bereitschaft versetzt. Ein Vertreter der britischen Umweltbehörde warnte davor, auf der Jagd nach dramatischen Aufnahmen an die Küsten zu gehen. Dies wäre "wahrscheinlich das Dümmste, was Sie tun können", sagte er.

Im Südosten Irlands wurde nach Polizeiangaben ein um die 60 Jahre alter Mann durch einen umstürzenden Baum getötet. Alle Schulen in dem EU-Land blieben geschlossen. In mehr als 80.000 Haushalten und Geschäften fiel der Strom aus.

In den Niederlanden, wo an der Küste Windgeschwindigkeiten von bis zu 141 Kilometern pro Stunde gemessen wurden, starben drei Menschen. Unter anderem wurde in Amsterdam nach Feuerwehrangaben ein Mensch von einem umfallenden Baum getötet. Wegen des Sturmtiefs hatten die Niederlande die höchste Sturmwarnung "Rot" herausgegeben. Der Zugverkehr wurde eingestellt. Viele Schulen blieben geschlossen und mehrere hundert Flüge in Amsterdam wurden gestrichen. Ein 79-jähriger Mann aus Kanada kam in Belgien ums Leben, wie die Polizei mitteilte.

N.Johns--TNT

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