The National Times - Elf Menschen nach Feuer auf Mittelmeer-Fähre vor Korfu vermisst

Elf Menschen nach Feuer auf Mittelmeer-Fähre vor Korfu vermisst


Elf Menschen nach Feuer auf Mittelmeer-Fähre vor Korfu vermisst
Elf Menschen nach Feuer auf Mittelmeer-Fähre vor Korfu vermisst

Nach dem Ausbruch eines Feuers auf einer Mittelmeer-Fähre vor der Küste Korfus werden mindestens elf Menschen noch vermisst. Die Suche nach den Vermissten dauere an, teilte die griechische Küstenwache am Freitag mit. Zwei auf der "Euroferry Olympia" festsitzende Lkw-Fahrer, die telefonisch um Hilfe gerufen hatten, sollten mit einem Hubschrauber befreit werden. Von den 278 von der Fähre geretteten Menschen wurden zehn ins Krankenhaus gebracht.

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Die "Euroferry Olympia" war auf der Route Igoumenitsa-Brindisi unterwegs, als gegen 04.30 Uhr (Ortszeit; 03.30 Uhr MEZ) plötzlich das Feuer ausbrach. Auf im Fernsehen verbreiteten Bildern war zu sehen, dass das 1995 erbaute Schiff komplett in Flammen stand. "Das Schiff brennt von einem Ende zum anderen", sagte der an dem Rettungseinsatz beteiligte Yiorgos Glikofridis dem Sender ERT von einem Schiff nahe der Fähre aus.

"Wir hörten, dass das Feuer im Laderaum ausgebrochen war, aber es war nicht sicher", sagte ein Mann, der nach eigenen Angaben an Bord war, dem Sender Skai TV. "Es dauerte 15 Minuten, bis das Feuer das Deck erreichte." Die überwiegend italienische Besatzung habe "einfach perfekt" auf die Gefahr reagiert, berichtete der Mann. Andere Passagiere sprachen von "Panik an Bord".

Nach Angaben der italienischen Reederei Grimaldi, der die Fähre gehört, waren 290 Menschen an Bord registriert: 239 Passagiere und 51 Besatzungsmitglieder. 278 Menschen wurden von der Fähre an Land gebracht.

Das bulgarische Außenministerium erklärte, auf der Passagierliste stünden 127 Bulgaren, darunter 37 Lastwagenfahrer. 24 Passagiere stammten laut dem dortigen Sender NTV aus der Türkei. Laut ERT waren 21 Griechen an Bord.

Dass unter den Geretteten auch ein Migrant war, der nicht offiziell auf der Fähre eingecheckt hatte, nährte die Sorge, dass in Wirklichkeit weitere Menschen noch nicht gerettet sein könnten. Schließlich kommt es immer wieder vor, dass sich Migranten auf Fähren von Griechenland nach Italien schleichen und als blinde Passagiere mitfahren.

Laut griechischer Küstenwache riefen ein bulgarischer und ein türkischer Lastwagenfahrer, die sich in dem Fahrzeugen vorbehaltenen Laderaum befanden, per Telefon um Hilfe. Zu ihrer Rettung wurde ein Hubschrauber losgeschickt. Zuvor hatte die Gouverneurin der Ionischen Inseln, Rodi Kratsa, im Fernsehsender ERT gesagt, alle Passagiere seien "sicher" auf Rettungsbooten nach Korfu gebracht worden.

An dem Rettungseinsatz beteiligt waren italienische und griechische Patrouillenboote und Schlepper der Küstenwache sowie Feuerwehrleute aus Korfu. Auch eine Fregatte und zwei Hubschrauber der griechischen Marine kamen zu Hilfe. Später wurden auch Taucher eingesetzt.

Auch Fischer eilten den Menschen auf der Fähre zur Hilfe. "Wir können Explosionen hören, das müssen Frachtlaster sein", sagte Nikos Bardis, einer der Fischer, auf ERT.

Zehn gerettete Menschen wurden laut ERT mit Atemproblemen und leichteren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Zunächst hatten Rettungskräfte von drei Verletzten gesprochen.

Die Brandursache war zunächst unklar. Möglicherweise sei das Feuer von einem auf der Fähre abgestellten Lastwagen ausgegangen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Besatzung. Die Reederei erklärte, bislang sei kein Öl aus dem Schiff ausgetreten. Auch die Stabilität der Fähre sei offenbar nicht beeinträchtigt.

Zwischen der griechischen Westküste und der italienischen Adria gibt es einen regen Fährverkehr. Vor der Adriaküste hatte sich im Dezember 2014 ein Brand an einer zwischen Patras und Ancona verkehrenden Fähre ereignet. Bei dem Unglück starben 13 Menschen, darunter neun Passagiere.

A.M.Owen--TNT

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