The National Times - Fahrer nach SUV-Unfall mit vier Toten in Berlin zu Bewährungsstrafe verurteilt

Fahrer nach SUV-Unfall mit vier Toten in Berlin zu Bewährungsstrafe verurteilt


Fahrer nach SUV-Unfall mit vier Toten in Berlin zu Bewährungsstrafe verurteilt
Fahrer nach SUV-Unfall mit vier Toten in Berlin zu Bewährungsstrafe verurteilt

Zweieinhalb Jahre nach dem Unfall mit einem SUV in Berlin, bei dem vier Menschen starben, hat das Landgericht der Hauptstadt den Fahrer zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Der 45-Jährige sei der vierfachen fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Gefährdung des Straßenverkehrs schuldig, entschied das Gericht am Freitag. Am 6. September 2019 war der Wagen von der Straße abgekommen und in eine Gruppe von Fußgängern gerast.

Textgröße ändern:

Drei Erwachsene und ein Kind wurden tödlich verletzt. Zuvor hatte der Fahrer am Steuer einen epileptischen Anfall erlitten. Er hätte "erkennen können und müssen, dass er aufgrund seiner gesundheitlichen Vorgeschichte nicht fahrtauglich war", erklärte das Gericht. Der Angeklagte habe seinen ersten epileptischen Anfall im Mai 2019 gehabt und sei im August am Gehirn operiert worden. Mehrere Ärzte hätten ihn vor weiteren epileptischen Anfällen gewarnt, außerdem habe er Medikamente einnehmen müssen.

Zwar hätten einige Ärzte ihn falsch oder unvollständig aufgeklärt - er hätte sich allerdings ausdrücklich danach erkundigen müssen, was für ihn gelte, hieß es. Dann wäre ihm gesagt worden, dass er nach dem ersten epileptischen Anfall ein Jahr lang nicht Auto fahren dürfe, wie der Vorsitzende Richter laut einer Mitteilung des Gerichts erklärte. Es gehe hier also um bewusste Fahrlässigkeit.

Dem 45-Jährigen wurde der Führerschein entzogen, außerdem muss er 15.000 Euro an einen gemeinnützigen Verein zahlen. Eine "gerade noch bewährungsfähige" Freiheitsstrafe von zwei Jahren sei angemessen, urteilte das Gericht. Es wertete strafmildernd, dass der Angeklagte seine Ärzte von der Schweigepflicht entbunden und selbst umfassend ausgesagt hatte.

Das Gericht ging mit seiner Entscheidung weiter als die Staatsanwaltschaft, die eineinhalb Jahre auf Bewährung gefordert hatte. Der Vorsitzende Richter betonte laut Mitteilung während der Urteilsverkündung, dass das Strafrecht angesichts des tragischen Tods von vier Menschen hier an seine Grenzen stoße.

Bei dem Unfall waren ein dreijähriger Junge, seine 64 Jahre alte Großmutter sowie zwei Männer im Alter von 28 und 29 Jahren gestorben. Das Urteil des Landgerichts ist noch nicht rechtskräftig, es kann noch Revision eingelegt werden.

E.Cox--TNT

Empfohlen

Mann tötet Frau und verletzt 13-jährige Tochter in Hannover lebensgefährlich

In Hannover hat ein Familienvater einer siebenköpfigen Familie seine 38 Jahre alte Frau getötet und die 13 Jahre alte Tochter lebensgefährlich verletzt. Der 49 Jahre alte Mann sei in der Nacht zum Montag ohne Widerstand zu leisten vor dem Haus der Familie in Barsinghausen festgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann und die vier weiteren Kinder des Ehepaars blieben unverletzt.

Zwei Tote und mehrere Verletzte nach Kollision auf New Yorker Flughafen LaGuardia

Beim Zusammenprall eines Flugzeugs mit einem Fahrzeug auf dem New Yorker Flughafen LaGuardia sind US-Medien zufolge zwei Menschen ums Leben gekommen. Der Pilot und der Ko-Pilot der Maschine starben bei der Kollision am frühen Montagmorgen, wie mehrere US-Medien berichteten. Laut dem Fernsehsender ABC wurden zudem mindestens 13 Menschen ins Krankenhaus gebracht, darunter elf Passagiere und die beiden Insassen des Fahrzeugs. Der Flughafen wurde nach dem Unfall bis auf Weiteres geschlossen.

Prozess zum schwersten Zugunglück in Griechenland mit 57 Toten begonnen

Mehr als drei Jahre nach dem schwersten Zugunglück in der Geschichte Griechenlands hat am Montag der Prozess gegen 36 Angeklagte begonnen. "Die Verhandlung (...) wird eröffnet", verkündete die Vorsitzende Richter am Morgen in Larisa. Neben Bahnmanagern und Beamten muss sich auch der diensthabende Bahnhofsvorsteher aus der Unglücksnacht vor Gericht verantworten. Bei einer Verurteilung drohen mehreren Angeklagten lebenslange Haftstrafen.

Prozess zum schwersten Zugunglück in Griechenland mit 57 Toten beginnt

Mehr als drei Jahre nach dem schwersten Zugunglück in der Geschichte Griechenlands beginnt am Montag ein großer Prozess gegen 36 Angeklagte. Neben Bahnmanagern und Beamten muss sich auch der diensthabende Bahnhofsvorsteher aus der Unglücksnacht vor Gericht verantworten. Bei einer Verurteilung drohen mehreren Angeklagten lebenslange Haftstrafen. Mehr als 350 Zeuginnen und Zeugen sollen vor dem Gericht in der Stadt Larisa aussagen, darunter auch Überlebende des Unglücks.

Textgröße ändern: