The National Times - Verwaltungsgericht: Kein Wohngeld bei Ablehnung zumutbarer Arbeit

Verwaltungsgericht: Kein Wohngeld bei Ablehnung zumutbarer Arbeit


Verwaltungsgericht: Kein Wohngeld bei Ablehnung zumutbarer Arbeit
Verwaltungsgericht: Kein Wohngeld bei Ablehnung zumutbarer Arbeit

Wer eine zumutbare Arbeit zur Aufbesserung seines Einkommens ablehnt, hat keinen Anspruch auf Wohngeld. Das entschied das Verwaltungsgericht Berlin in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil. Im konkreten Fall bewohnt ein Kläger zur Miete allein ein Einfamilienhaus mit vier Zimmern und 90 Quadratmetern Wohnfläche. (VG 21 K 170/20)

Textgröße ändern:

Der 1959 geborene Mann, ein Informatiker, legte dem zuständigen Berliner Bezirksamt mit dem Antrag auf Wohngeld eine Reihe erfolgloser Bewerbungen vor. Das Verwaltungsgericht wertete die Bewerbungen allerdings als "nichtssagend". Zudem habe der Kläger ein seinem Profil gut entsprechendes Angebot einer Softwarefirma in Niedersachsen von vornherein mit Verweis auf seinen Wohnort Berlin abgelehnt.

Mit Blick auf das Gebot einer sparsamen und effektiven Verwendung staatlicher Mittel stelle sich das Begehren des Klägers "als unangemessen und sozialwidrig" dar, entschied das Gericht. Er sei in einem Alter, in dem eine Berufstätigkeit mindestens im Umfang einer geringfügigen Beschäftigung noch ohne Weiteres möglich und zumutbar sei. Ernsthafte Bemühungen zur Aufnahme einer Beschäftigung lasse der Mann nicht erkennen. Gegen das Urteil ist ein Antrag auf Berufung am Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg möglich.

R.Hawkins--TNT

Empfohlen

Großer Waldbrand in Nordrhein-Westfalen hat sich über Nacht nicht ausgebreitet

Der große Waldbrand bei Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen hat sich nach Behördenangaben in der Nacht zum Samstag nicht weiter ausgebreitet. Insgesamt kämpften 1400 Einsatzkräfte unter anderem mit Hilfe von Löschhubschraubern gegen den bislang größten und folgenschwersten Waldbrand des Sommers in Deutschland, wie der Landkreis Düren mitteilte. Der in der Nacht zum Freitag geräumte Ortsteil Gey bleibe vorerst aus Sicherheitsgründen evakuiert.

Rettungsdienste: Zahl der Todesopfer bei Erdbeben in Indonesien steigt auf 20

Die Zahl der Todesopfer bei einem schweren Erdbeben vor der zu Indonesien gehörenden Flores-Insel ist Rettungsdiensten zufolge auf mindestens 20 angestiegen. "Den Berichten zufolge, die wir erhalten haben, sind 20 Menschen gestorben, sechs weitere wurden verletzt und zwei weitere sind noch verschüttet", sagte Fathur Rahman von der Such- und Rettungsbehörde der Stadt Maumere am Samstag der Nachrichtenagentur AFP.

Schweres Erdbeben in Indonesien - Tausende Menschen fliehen wegen Tsunami-Warnung

Ein schweres Erdbeben hat die zu Indonesien gehörende Flores-Insel erschüttert und tausende Menschen in Panik aus ihren Häusern rennen lassen. Ein Mensch wurde nach Angaben des Katastrophenschutzes getötet. Die Behörden lösten nach dem Erdstoß der Stärke 7,7 am Samstag Tsunami-Alarm aus und ordneten die Evakuierung von Küstengebieten an. Etwas später wurde der Alarm aber wieder aufgehoben.

Immer mehr Brände in Deutschland: Forstwirtschaftsrat fordert Waldumbau

Angesichts der zunehmenden Zahl an Bränden fordert der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) gezielten Waldumbau und eine bessere Früherkennung. "Wir müssen in diesem Jahr feststellen, dass Waldbrände häufiger auftreten und inzwischen auch Regionen erreichen, die wir bislang nicht zu den klassischen Waldbrandgebieten Deutschlands gezählt haben", sagte DFWR-Präsident Christian Haase der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe).

Textgröße ändern: