The National Times - Sport und Kunst beliebteste Schulfächer - Chemie und Physik laut Umfrage hinten

Sport und Kunst beliebteste Schulfächer - Chemie und Physik laut Umfrage hinten


Sport und Kunst beliebteste Schulfächer - Chemie und Physik laut Umfrage hinten
Sport und Kunst beliebteste Schulfächer - Chemie und Physik laut Umfrage hinten / Foto: © AFP/Archiv

Sport, Kunst und Englisch sind laut einer Befragung unter Schülerinnen und Schülern die beliebtesten Schulfächer in Deutschland. Chemie und Physik schneiden bei ihnen dagegen am schlechtesten ab, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Universität Osnabrück zeigt. Auch als Fächergruppe schneiden naturwissenschaftliche Fächer demnach insgesamt schlechter ab als Sprachen, Gesellschaftswissenschaften, Sport sowie Künste.

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Befragt wurden nach Angaben der Universität mehr als 5600 Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis 13 aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Baden-Württemberg. Demnach handelt es sich um die erste entsprechende fachübergreifende Bestandsaufnahme seit Jahrzehnten.

Den Ergebnissen zufolge sind Chemie und Physik am unbeliebtesten. Auch für Mathematik können sich Schüler eher schwer begeistern. Bewertet wurden die Fächer nach dem Schulnotenprinzip von eins bis sechs. Die Bestnote erhielt demnach Sport mit einer Durchschnittsnote von 1,93. 24 Prozent aller Befragten nannten dieses als Lieblingsfach.

Kunst (2,19), und Englisch (2,45) sammelten ebenfalls positive Noten. Am unteren Ende der Liste lagen Chemie (3,01) und Physik (3,06). Mathematik wurde von 20 Prozent aller Befragten als am wenigsten beliebtes Fach genannt.

Dabei bewerteten Jungen die Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik positiver als Mädchen. Diese wiederum bevorzugten Sprachen, Kunst, Deutsch und Pädagogik. Insgesamt bewerteten Kinder und Jugendliche aus Elternhäusern mit höherem Bildungsabschluss alle Schulfächer besser.

Entscheidend sei dabei auch, welche Anforderungen die Fächer an Schülerinnen und Schüler stellen, erklärte Lars Otte, der als Chemiedidaktiker an der Studie beteiligt war. Fast alle Fächer würden während der Sekundarstufe I an Beliebtheit einbüßen. Besonders seien allerdings die naturwissenschaftlichen Fächer betroffen. "Sobald es in Chemie und Physik abstrakter wird, sobald gerechnet werden muss, sinken die Werte", erklärte Otte.

Die Ergebnisse seien nicht unbedingt ein Urteil über ein Fach, sondern vor allem ein Auftrag an die jeweilige Fachdidaktik, die für die Gestaltung des Unterrichts zuständig ist, erklärte der beteiligte Didaktiker Marco Beeken. Zudem setzt sich die Fachbeliebtheit laut Studie neben Anforderungen auch aus individueller Voraussetzung und konkreten Unterrichtserfahrungen zusammen.

C.Bell--TNT

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