The National Times - Deutsches Studierendenwerk drängt auf rasche Einigung bei Bafög-Reform

Deutsches Studierendenwerk drängt auf rasche Einigung bei Bafög-Reform


Deutsches Studierendenwerk drängt auf rasche Einigung bei Bafög-Reform
Deutsches Studierendenwerk drängt auf rasche Einigung bei Bafög-Reform / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Das Deutsche Studierendenwerk (DSW) pocht auf die von der Koalition versprochene Bafög-Erhöhung. "Der Zick-Zack-Kurs der Bundesregierung beim Bafög ist ein verheerendes Signal an die Studierenden und die junge Generation insgesamt", sagte DSW-Vorstandschef Matthias Anbuhl der "Rheinischen Post" vom Dienstag. "Der Fachkräftemangel wird sich in den kommenden Jahren verschärfen, denn die Boomer-Generation geht nun Schritt für Schritt in Rente", betonte Anbuhl.

Textgröße ändern:

Auch die Innovationspolitik und die High-Tech-Agenda der Bundesregierung könnten "nur mit qualifizierten Fachkräften" umgesetzt werden, sagte Anbuhl weiter. Er warf Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU), die zuletzt Zweifel an der Bafög-Reform geäußert hatte, sowie der Unionsfraktion vor, "an dem Ast" zu sägen, "auf dem sie selbst sitzen".

Studierende bräuchten "von der Bundesregierung die verlässliche Zusage, dass die versprochene BAföG-Reform mit höheren Sätzen und einer deutlichen Vereinfachung kommt", fügte Anbuhl hinzu. Bei den Studierenden herrsche mittlerweile "tiefer Frust". Das Budget vieler Studierender sei "auf Kante genäht, und diese Naht droht nun zu reißen". Ein Verzicht auf eine Bafög-Erhöhung sei "zukunftsvergessen".

Die schwarz-rote Koalition will das Bafög reformieren und dabei auch die Sätze erhöhen, eine Einigung dazu gab es im Grundsatz bereits. So soll unter anderem die Wohnkostenpauschale zum Wintersemester 2026/2027 einmalig von 380 auf 440 Euro pro Monat steigen, was auch im Koalitionsvertrag festgehalten ist. Unionspolitiker stellten die Erhöhung aber aus finanziellen Gründen zuletzt in Frage.

J.Sharp--TNT

Empfohlen

Bildungsbericht zeigt erneut Defizite bei Chancengerechtigkeit und Kompetenzen

Der Nationale Bildungsbericht zeigt erneut deutliche Defizite bei Chancengerechtigkeit und grundlegenden Standards auf. "Die Bildungsschere tut sich ab der Geburt auf", sagte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) am Montag bei der Vorstellung des Berichts. Sie betonte die Bedeutung der frühkindlichen Bildung und will dazu neben der Kita verstärkt die Familien in die Pflicht nehmen.

Streit um Bafög-Reform: DGB warnt vor Politikverdrossenheit bei jungen Menschen

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Streits in der Koalition über die geplante Bafög-Reform hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die CDU davor gewarnt, junge Menschen aus dem Blick zu verlieren. "Die aktuelle Diskussion um ein Aussetzen der Bafög-Reform treibt Studierende und Schülerinnen und Schüler in die Politikverdrossenheit", erklärte DGB-Vize Elke Hannack am Montag. Sie ist selbst Mitglied im CDU-Bundesvorstand.

Premiere in Niedersachsen: Plattdeutsch als reguläre zweite Fremdsprache genehmigt

In Niedersachsen können erste Schüler ab dem kommenden Schuljahr Plattdeutsch als reguläre zweite Fremdsprache wählen. Das Kultusministerium in Hannover erteilte der Oberschule im ostfriesischen Uplengen nach Angaben vom Donnerstag die Genehmigung, Niederdeutsch als Unterrichtsfach anzubieten. "Heute schreiben wir ein neues Kapitel für unsere Sprachenvielfalt in Niedersachsen", erklärte Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) dazu.

Philologenverband fordert Sommerferienbeginn frühestens ab Anfang Juli

Der Deutsche Philologenverband (DPhV) hat für alle Bundesländer einen Sommerferienbeginn frühestens ab dem ersten Juliwochenende gefordert. So sei das Zeitfenster zwischen Beginn und Ende der zentralen und dezentralen Abiturprüfungen und dem Beginn der Sommerferien ausreichend lang, wie der Verband am Dienstag mitteilte. Dadurch würden Schülerinnen und Schülern besser vergleichbare Prüfungsvorbereitungszeiten ermöglicht.

Textgröße ändern: