The National Times - Bündnis fordert Einführung von Gesundheitsfachkräften an Schulen

Bündnis fordert Einführung von Gesundheitsfachkräften an Schulen


Bündnis fordert Einführung von Gesundheitsfachkräften an Schulen
Bündnis fordert Einführung von Gesundheitsfachkräften an Schulen / Foto: © AFP/Archiv

Ein Bündnis aus Gesundheitsverbänden, Schülern und Eltern fordert die Einführung von Gesundheitsfachkräften an deutschen Schulen. Ziel sei es, bundesweit bis zu zehntausend solcher Stellen zu schaffen, hieß es in einem am Montag in Berlin veröffentlichten gemeinsamen Memorandum vom Dachverband der Betriebskrankenkassen (BKK), dem Deutschen Pflegerat, der Bundesschülerkonferenz und dem Bundeselternrat.

Textgröße ändern:

"Kinder und Jugendliche verbringen viel Zeit in der Schule", erklärte die BKK-Vorsitzende Anne-Kathrin Klemm. "Und genau dort brauchen sie Gesundheitsangebote und eine verlässliche Ansprechperson." Dafür brauche es einen Schulgesundheitspakt von Bund und Ländern, forderte sie. "Für eine langfristige Gegenfinanzierung könnte die von der Finanzkommission Gesundheit vorgeschlagene Zuckersteuer genutzt werden."

Schulgesundheitsfachkräfte könnten Beschwerden einschätzen, leisteten erste Hilfe, begleiteten und unterstützten Kinder mit chronischen Erkrankungen und stärkten Inklusion, erklärte die Vizepräsidentin des Deutschen Pflegerates, Jana Luntz. Dadurch würden Kinder, Eltern, Lehrkräfte, Arztpraxen und das Gesundheitssystem entlastet.

Viele Familien erlebten, dass Schule Kinder an körperliche, psychische und soziale Belastungsgrenzen bringe, erklärte der Vorsitzende des Bundeselternrates, Norman Heise. Dauerhafter Druck führe zu Überforderung und gesundheitlichen Problemen, gleichzeitig fehlten Zeit, Personal und niedrigschwellige Hilfe. "Schulgesundheitsfachkräfte können diese Lücke schließen, entlasten Familien, unterstützen Lehrkräfte und bieten Kindern eine verlässliche Anlaufstelle im Alltag."

I.Paterson--TNT

Empfohlen

Schülerprotest in Frankreich: Gewerkschaft meldet landesweit 260.000 Teilnehmer

An einem weiteren großen Protesttag der französischen Schüler haben sich nach Gewerkschaftsangaben bereits landesweit 260.000 Menschen an Demonstrationen beteiligt. Das Innenministerium meldete zunächst 86.000 Teilnehmer. Die Zahlen beider Institutionen liegen üblicherweise sehr weit auseinander. In Paris rechneten die Sicherheitskräfte mit bis zu 40.000 Teilnehmern an einer Demonstration, zu der auch mehrere Gewerkschaften und Oppositionsparteien aufgerufen hatten.

Mehr als zwei Drittel der Studienanfänger bleiben im eigenen Bundesland

Mehr als zwei Drittel der Studienanfänger bleiben im eigenen Bundesland. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, nahmen im Wintersemester 2025/26 insgesamt 69 Prozent ihr Studium in dem Bundesland auf, in dem sie auch die Hochschulreife erworben haben. Je vielfältiger das Studienangebot, desto mehr junge Menschen bleiben demnach zum Studium nahe der Heimat.

Mathe ist überall – man muss nur hinsehen

Studienkreis zeigt mit kostenlosen Mathevideos wie Mathematik im Alltag Spaß machen kann

Schülerproteste in Frankreich: Jugendlichem wird von Polizei-Granate die Hand abgerissen

Bei den Schülerprotesten in Frankreich ist ein Jugendlicher nach Behördenangaben schwer verletzt worden. Dem 15-jährigen Schüler sei am Montag bei einer Demonstration in Lens von einer Polizei-Granate die Hand abgerissen worden, hieß es aus Kreisen der Polizeigewerkschaft. Er habe die mit Gummigeschossen gefüllte Granate offenbar aufgehoben und zurückwerfen wollen, als diese in seiner Hand explodiert sei. Solche Geschosse werden bei Demonstrationen eingesetzt, um Menschenansammlungen aufzulösen.

Textgröße ändern: