The National Times - Ausgaben von Hochschulen steigen 2024 um fünf Prozent - Einnahmen halten Schritt

Ausgaben von Hochschulen steigen 2024 um fünf Prozent - Einnahmen halten Schritt


Ausgaben von Hochschulen steigen 2024 um fünf Prozent - Einnahmen halten Schritt
Ausgaben von Hochschulen steigen 2024 um fünf Prozent - Einnahmen halten Schritt / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Die Ausgaben deutscher Hochschulen sind 2024 um fünf Prozent gestiegen. Sie erreichten damit eine Summe von rund 79,2 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete. Personalausgaben und Ausgaben für den laufenden Sachaufwand stiegen im Jahresvergleich um je sechs Prozent, die Investitionsausgaben nur um 0,7 Prozent.

Textgröße ändern:

Rund 56 Prozent der Gesamtausgaben im Jahr 2024 entfielen dem Bundesamt zufolge auf Personalkosten, das waren in etwa 44,6 Milliarden Euro. Für den Sachaufwand wurden 27,8 Milliarden Euro veranschlagt, Investitionen schlugen mit 6,8 Milliarden Euro zu Buche. Die Statistik umfasst alle Ausgaben für Lehre, Forschung und Krankenhausbehandlungen. Deutsche Universitätskliniken sind wichtige Pfeiler der Gesundheitsversorgung.

Weiterhin 55 Prozent oder etwas mehr als die Hälfte der Gesamtausgaben deckten die Hochschulen demnach durch eigene Einnahmen. Diese erhöhten sich im Vorjahresvergleich um fünf Prozent auf 43,5 Milliarden Euro - und hielten damit mit dem Gesamtanstieg auf der Ausgabenseite Schritt.

29,4 Milliarden Euro der Einnahmen stammten 2024 aus wirtschaftlicher Tätigkeit und Vermögen. Die Summe wurde nahezu ausschließlich von medizinischen Einrichtungen etwa durch Krankenbehandlungen erzielt.

Rund die Hälfte der Gesamtausgaben aller Hochschulen entfielen 2024 auf universitäre medizinische Einrichtungen einschließlich des Bereichs der Gesundheitswissenschaften, wie das Bundesamt mitteilte. Das waren etwa 39,2 Milliarden Euro. Bei Universitäten ohne medizinische Einrichtungen waren es 28,5 Milliarden Euro, bei Fachhochschulen 10,3 Milliarden Euro.

M.A.Walters--TNT

Empfohlen

Premiere in Niedersachsen: Plattdeutsch als reguläre zweite Fremdsprache genehmigt

In Niedersachsen können erste Schüler ab dem kommenden Schuljahr Plattdeutsch als reguläre zweite Fremdsprache wählen. Das Kultusministerium in Hannover erteilte der Oberschule im ostfriesischen Uplengen nach Angaben vom Donnerstag die Genehmigung, Niederdeutsch als Unterrichtsfach anzubieten. "Heute schreiben wir ein neues Kapitel für unsere Sprachenvielfalt in Niedersachsen", erklärte Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) dazu.

Philologenverband fordert Sommerferienbeginn frühestens ab Anfang Juli

Der Deutsche Philologenverband (DPhV) hat für alle Bundesländer einen Sommerferienbeginn frühestens ab dem ersten Juliwochenende gefordert. So sei das Zeitfenster zwischen Beginn und Ende der zentralen und dezentralen Abiturprüfungen und dem Beginn der Sommerferien ausreichend lang, wie der Verband am Dienstag mitteilte. Dadurch würden Schülerinnen und Schülern besser vergleichbare Prüfungsvorbereitungszeiten ermöglicht.

Bafög-Streit: Merz sieht Erhöhung unter Finanzierungsvorbehalt - SPD nicht

Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Erhöhung der Bafög-Bezüge steht in Frage. Zwar ist die Reform im Koalitionsvertrag von Union und SPD vereinbart - allerdings will sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) noch nicht auf eine Umsetzung der Erhöhung festlegen. Sein Sprecher Stefan Kornelius wies am Montag in Berlin darauf hin, dass alle Vereinbarungen im Koalitionsvertrag "unter Finanzierungsvorbehalt" stünden. Die SPD widersprach dieser Darstellung: Die Finanzierung der Erhöhung sei bereits gesichert.

Streit um Bafög-Reform: Merz sieht Erhöhung unter Finanzierungsvorbehalt

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will sich noch nicht auf eine Erhöhung des Bafög festlegen, wie sie im Koalitionsvertrag von Union und SPD vereinbart ist. Sein Sprecher Stefan Kornelius wies am Montag in Berlin darauf hin, dass alle Vereinbarungen im Koalitionsvertrag "unter Finanzierungsvorbehalt" stünden. "Das ist ein Finanzierungsvorbehalt, den die Koalition insgesamt ausgesprochen hat, weil das Budget auch von allen Koalitionsteilen getragen werden muss", fügte er hinzu.

Textgröße ändern: