The National Times - Weniger Deutsche studieren im Ausland - 20 Prozent Rückgang allein in den USA

Weniger Deutsche studieren im Ausland - 20 Prozent Rückgang allein in den USA


Weniger Deutsche studieren im Ausland - 20 Prozent Rückgang allein in den USA
Weniger Deutsche studieren im Ausland - 20 Prozent Rückgang allein in den USA / Foto: © AFP/Archiv

Die Zahl deutscher Studierender im Ausland ist 2023 etwas zurückgegangen. 137.000 Studentinnen und Studenten waren in dem Jahr an einer ausländischen Hochschule eingeschrieben, also ein Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Zurückzuführen war dies vor allem darauf, dass deutlich weniger Deutsche in den USA, Großbritannien und den Niederlanden studierten.

Textgröße ändern:

In den USA ging die Zahl deutscher Studierender 2023 um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück und lag bei 6900, in Großbritannien um 13 Prozent auf 8400 Studierende und in den Niederlanden um sieben Prozent auf 21.100 Studierende. Trotz dieser Entwicklungen zählten die drei Länder neben Österreich und der Schweiz auch 2023 zu den beliebtesten Zielländern deutscher Studierender.

Mit 40.700 Studentinnen und Studenten wählten erneut die meisten Österreich als Land für ein Auslandsstudium, das waren noch einmal acht Prozent mehr als 2022. 12.600 Deutsche entschieden sich für die Schweiz als Studienort, was einem leichten Zuwachs von einem Prozent entspricht. 70 Prozent aller Auslandsstudierenden entschieden sich für ein Land innerhalb der Europäischen Union.

Angehende Mediziner gingen aufgrund von Zugangsbeschränkungen in Deutschland oft zum Studium nach Osteuropa. Zwar sank die Zahl deutscher Studierender dort um fünf Prozent auf 7400, Humanmedizin blieb aber das am häufigsten gewählte Studienfach. So waren 82 Prozent aller deutschen Studierenden in Bulgarien im Fach Humanmedizin eingeschrieben. In Litauen lag ihr Anteil bei 70 Prozent, in Ungarn bei 60 Prozent, in Polen bei 51 Prozent und in Tschechien bei 38 Prozent.

F.Adams--TNT

Empfohlen

"GenZ"-Proteste: Anklagen gegen Regierung und Appelle für friedliche Demos

Eine "verlassene Jugend" klagt an, die Politik zeigt Verständnis: Vor den geplanten bundesweiten "GenZ"-Protesten haben die Initiatoren die Bundesregierung aufgefordert, die Belange junger Menschen Ernst zu nehmen. Bei Pressekonferenzen in Köln und Berlin erhoben Sprecherinnen und Sprecher der Initiative "GenZ regelt" am Freitag zugleich schwere Vorwürfe. Angesichts befürchteter Krawalle gab es parteiübergreifend Appelle für einen friedlichen Verlauf.

Frankreichs Regierung ruft zum Blockade-Ende auf - Schüler wollen weiter protestieren

Nach der Bekanntgabe erster Maßnahmen für Schüler und Studierende hat die französische Regierung zu einem Ende der Blockade-Aktionen vor Schulen und Unis aufgerufen. "Ab Montag muss wieder gearbeitet werden", sagte Hochschulminister Philippe Baptiste angesichts des Endes der Herbstferien am kommenden Wochenende. Schüler- und Studierendenverbände riefen jedoch bereits zur Fortsetzung der Proteste auf.

Frankreich: Schüler kündigen nach Treffen mit Macron weitere Proteste an

Vertreter der seit Wochen demonstrierenden französischen Schülerinnen und Schüler haben nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron weitere Proteste angekündigt. Nach dem Treffen am Freitag rief der Schülervertreter Nathanaël Combary die Demonstranten auf, "weiter zu mobilisieren". Demnach bot Macron den Schülervertretern eine "Reform der Schuldemokratie" sowie eine "vollständige Überarbeitung" der Plattform Parcoursup an, die Schüler für ihre Bewerbung für Studiengänge nutzen müssen.

Zehntausende Studierende fordern bei Demonstration in Wien mehr Geld für Hochschulen

In der österreichischen Hauptstadt Wien sind am Donnerstag zehntausende Studierende gegen das ihrer Meinung nach unzureichende Finanzierung der Hochschulen auf die Straße gegangen. Die Demonstranten trugen Transparente mit Parolen wie "Unsere Bildung, unsere Zukunft", "Die Demokratie braucht Bildung" und "Bildung darf kein Privileg werden". Nach Schätzungen der Organisatoren nahmen mindestens 40.000 Menschen an den Protesten teil. Die Polizei war zuvor von 20.000 Teilnehmern ausgegangen.

Textgröße ändern: