The National Times - Schülerkonferenz: Mehr rechtsextreme Fälle an Schulen - Unterrichtsreform nötig

Schülerkonferenz: Mehr rechtsextreme Fälle an Schulen - Unterrichtsreform nötig


Schülerkonferenz: Mehr rechtsextreme Fälle an Schulen - Unterrichtsreform nötig
Schülerkonferenz: Mehr rechtsextreme Fälle an Schulen - Unterrichtsreform nötig / Foto: © AFP/Archiv

Die Bundesschülerkonferenz sieht eine "alarmierende Zunahme rechtsextremer Vorfälle" an deutschen Schulen und hat vor diesem Hintergrund eine Reform des Unterrichts verlangt. "Hakenkreuze, Hitlergrüße und Hetzparolen" - was wie aus vergangenen Zeiten klinge, sei für viele Schülerinnen und Schüler mittlerweile "trauriger Alltag", teilte die bundesweite Vertretung der Schülerinnen und Schüler am Dienstag mit. "Rechtsextreme Vorfälle nehmen zu", das hätten auch Medienrecherchen ergeben.

Textgröße ändern:

Die Schüler nannten als Beispiele Symbole und Parolen, die auf dem Schulhof, im Klassenzimmer und in Chatgruppen geteilt würden. "Diese Entwicklung darf nicht einfach hingenommen werden", hieß es. Schule müsse "ein sicherer Ort der Aufklärung, des demokratischen Lernens und der aktiven Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart sein".

Dafür reiche der Geschichtsunterricht allein nicht mehr aus, es müsse mindestens einen Pflichtbesuch in einer KZ-Gedenkstätte während der weiterführenden Schulzeit geben. In Projekttagen müssten aktuelle Entwicklungen besprochen und politische Bildung müsse fächerübergreifend gelehrt werden, forderte die Bundesschülerkonferenz weiter. Dazu müssten auch die Lehrkräfte entsprechend weitergebildet werden, "insbesondere im Umgang mit extremistischem Gedankengut und Radikalisierungstendenzen bei Jugendlichen".

Um Extremismus im Ansatz zu erkennen und zu verhindern, sei nicht zuletzt eine Stärkung der Schulsozialarbeit nötig. "Wir brauchen mehr Menschen an Schulen, die zuhören, erkennen, eingreifen", heißt es in den Forderungen dazu. Auch müssten Austauschprojekte und Partnerschaften im Ausland gestärkt werden, um mehr Begegnungen zu ermöglichen.

C.Stevenson--TNT

Empfohlen

Warum Diversity-Programme scheitern

Und was systemisches Denken wirklich verändert

Statistik: Zahl der Studienberechtigten in Deutschland 2025 gesunken

Die Zahl der Studienberechtigten in Deutschland ist 2025 deutlich gesunken. Rund 341.700 Schülerinnen und Schüler erwarben im vergangenen Jahr die Hochschul- oder Fachhochschulreife, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte. Das waren acht Prozent oder 29.900 weniger als im Jahr zuvor. Grund sei vor allem das Auslaufen des achtjährigen Gymnasiums (G8) in Bayern im Jahr 2024.

Pentagon beendet akademische Zusammenarbeit mit Uni Harvard

Das US-Verteidigungsministerium beendet seine Zusammenarbeit mit der Elite-Universität. Soldaten würden künftig nicht mehr für Studienprogramme nach Harvard geschickt, kündigte Verteidigungsminister Pete Hegseth am Freitag (Ortszeit) an. Die Harvard-Universität wird von der Regierung von Präsident Donald Trump schon seit vergangenem Jahr massiv unter Druck gesetzt. Die Regierung wirft Harvard und anderen Elite-Hochschulen des Landes vor, von linksgerichteten Anschauungen geprägt zu sein.

Studie: Herkunft entscheidet früh über Bildungschancen

Eltern mit hohem Bildungs- und Einkommensniveau investieren deutlich mehr Zeit und Geld in die Förderung ihrer Kinder als sozial schlechter gestellte Eltern. Das geht aus einer am Mittwoch in Wiesbaden veröffentlichten Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BIB) hervor. Kinder und Jugendliche aus bildungsferneren Haushalten verbringen demnach durchschnittlich knapp 20 Minuten pro Tag weniger Zeit mit ihren Eltern mit Lesen, Vorlesen, Hausaufgaben oder Gesprächen als Kinder aus Akademikerhaushalten.

Textgröße ändern: