The National Times - Zahl der deutschen Auslandsstudierenden im Jahr 2022 gestiegen

Zahl der deutschen Auslandsstudierenden im Jahr 2022 gestiegen


Zahl der deutschen Auslandsstudierenden im Jahr 2022 gestiegen
Zahl der deutschen Auslandsstudierenden im Jahr 2022 gestiegen / Foto: © AFP/Archiv

Die Zahl der deutschen Studentinnen und Studenten im Ausland ist im Jahr 2022 gestiegen. Damals waren rund 138.800 Deutsche an Hochschulen im Ausland eingeschrieben, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag berichtete. Das waren 1300 oder 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anstieg ist insbesondere auf einen Anstieg der Studierendenzahl in Österreich, Portugal und Dänemark zurückzuführen.

Textgröße ändern:

Die drei beliebtesten Zielländer deutscher Studentinnen und Studenten waren 2022 Österreich (37.800), die Niederlande (22.600) und die Schweiz (12.500). Knapp mehr als die Hälfte der deutschen Auslandsstudierenden war in einem dieser drei Länder eingeschrieben. Zu den beliebtesten Fächergruppen im Ausland gehörten demnach Wirtschaft, Verwaltung und Recht mit einem Anteil von 24 Prozent sowie Sozialwissenschaften, Journalismus, und Informationswesen mit 21 Prozent.

Aufgrund der Zulassungsbeschränkungen für ein Medizinstudium in Deutschland zieht es Studierende häufig auch nach Osteuropa. Im Jahr 2022 belegten nur 4,8 Prozent der deutschen Studentinnen und Studenten im Inland die Fachrichtung Humanmedizin. In Litauen waren hingegen 73 Prozent, in Ungarn 61 Prozent und in Polen 56 Prozent der deutschen Studentinnen und Studenten insgesamt im Fach Humanmedizin eingeschrieben.

Von den Deutschen, die an tschechischen Hochschulen immatrikuliert waren, belegten 43 Prozent dieses Fach. In Bulgarien waren es zuletzt im Jahr 2023 sogar 82 Prozent.

P.Jones--TNT

Empfohlen

Warum Diversity-Programme scheitern

Und was systemisches Denken wirklich verändert

Statistik: Zahl der Studienberechtigten in Deutschland 2025 gesunken

Die Zahl der Studienberechtigten in Deutschland ist 2025 deutlich gesunken. Rund 341.700 Schülerinnen und Schüler erwarben im vergangenen Jahr die Hochschul- oder Fachhochschulreife, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte. Das waren acht Prozent oder 29.900 weniger als im Jahr zuvor. Grund sei vor allem das Auslaufen des achtjährigen Gymnasiums (G8) in Bayern im Jahr 2024.

Pentagon beendet akademische Zusammenarbeit mit Uni Harvard

Das US-Verteidigungsministerium beendet seine Zusammenarbeit mit der Elite-Universität. Soldaten würden künftig nicht mehr für Studienprogramme nach Harvard geschickt, kündigte Verteidigungsminister Pete Hegseth am Freitag (Ortszeit) an. Die Harvard-Universität wird von der Regierung von Präsident Donald Trump schon seit vergangenem Jahr massiv unter Druck gesetzt. Die Regierung wirft Harvard und anderen Elite-Hochschulen des Landes vor, von linksgerichteten Anschauungen geprägt zu sein.

Studie: Herkunft entscheidet früh über Bildungschancen

Eltern mit hohem Bildungs- und Einkommensniveau investieren deutlich mehr Zeit und Geld in die Förderung ihrer Kinder als sozial schlechter gestellte Eltern. Das geht aus einer am Mittwoch in Wiesbaden veröffentlichten Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BIB) hervor. Kinder und Jugendliche aus bildungsferneren Haushalten verbringen demnach durchschnittlich knapp 20 Minuten pro Tag weniger Zeit mit ihren Eltern mit Lesen, Vorlesen, Hausaufgaben oder Gesprächen als Kinder aus Akademikerhaushalten.

Textgröße ändern: